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Staatliche Theorie des Geldes / von Georg Friedrich Knapp
Seite
61
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5.

§ 4. platische und genetische Beziehungen des Geldes zum Metall, 61

Es wird also dabei kein hylisches Metall verwendet, umals Grundlage der Geldschaffung zu dienen, weder zur Aus-münzung, noch zur Hinterlegung bei dem geldschaffenden Staate.

Die beiden weitaus wichtigsten Geldarten sind das bareGeld und das zuletzt betrachtete autogenische Papiergeld. Dielogische Stellung der beiden Arten zueinander ist nicht so ein-fach, wie sie scheint, kann aber nun leicht angegeben werden.Man hat zuerst das Geld zu unterscheiden in hylogenisches undautogenisches; hierauf unterscheidet man beim hylogenischenGelde, ob es orthotypisch ist oder nicht; so findet man dasorthotypische Geld; endlich wendet man auf das autogenischeGeld die Unterscheidung an, ob es metalloplatisch oder papiro-platisch ist und findet so das autogenische Papiergeld.

Der Zusammenhang läßt sich also etwa so versinnlichen.-

Das Geld ist

hhlogenisch

autogenisch

orthothpisch

nicht orthothpisch

metalloplatisch

nicht metallopl.

(1.)bares Geld"

oderorthotypischesGeld'

(2.)

(3.)

(4.)

autogenischesPapiergeld"gehört hierher.

Wegen der Wichtigkeit des Gegensatzes, der zwischen dembaren Gelde (1.) und allen anderen Geldarten besteht, fassen wirdie Arten (2.), (3.) und (4.) unter dem Ausdruckparatypisch"zusammen; dadurch wird die Verständigung erleichtert; aber dieparatypischen Geldarten sind ein Sammelbegriff, der keineneinheitlichen Inhalt hat; das Gemeinsame liegt nur in demUmstände, daß alle diese Geldarten nicht bar sind.