zu Spöttereien des geschulten Militärs über das bürgerlicheSoldatenspiel, was alles sehr natürlich war und bei ähnlichen Ge-legenheiten immer vorkommt.
In dem neugewählten Bürgerkomitee kam es sehr bald Mheftigen Auseinandersetzungen. Die Mehrheit, welche aus sechszehnDemokraten meiner Schattierung bestand, ward angeklagt, daß siesich der obersten Gewalt in der Stadt bemächtigen, eine ArtWohlfahrtsausschuß bilden wolle. Die Minderheit von elf Mit-gliedern beschloß daher auszuscheiden. Der Stadtvorstand, derBürgermeister an der Spitze, nahm für diese Partei und erklärtein einem Aufruf die Mehrheit als eine ans Usurpation und Ge-setzesverletzung ausgehende Partei. Nun entschloß sich auch dieseMehrheit, ihr Mandat den Wählern zurückzugeben und eine Neu-wahl zu verlangen.
Ein Zankapfel war besonders der für die Parlamentswahlenzu beobachtende Modns. Die großherzogliche Regierung hatte mitZustimmung der Kammern die indirekte Wahl angeordnet. Diedemokratische Mehrheit des Komitees riet, statt dessen doch direkt zuwählen und die Entscheidung des Parlamentes in Frankfurt darüberherbeizuführen. Aber beim Herannahen des Wahltermins kam den soGesinnten doch das Bedenken, daß sie mit ihrer Methode nur derWahl eines gegnerischen Kandidaten Vorschub leisten würden.
So ^widerriefen sie denn ihren Beschluß und forderten zurWahl auf für eine Liste von solchen, die sich auf den NamenZitz verpflichteten. Daß sie daran wohlgethan, bewies der Er-folg, denn ihre Liste drang mit solcher Mehrheit durch, daß beider definitiven Wahl Zitz von 291 Stimmen 241 erhielt. Damithatte die Partei, welche man jetzt die republikanische nannte, einenglänzenden Sieg errungen. Bei der Wahl zum Parlament konnteich nicht mitwirken, weil ich die zum aktiven wie zum passivenWahlrecht erforderten fünfundzwanzig Jahre noch nicht erreicht hatte.
Ehe dieser jAbschnitt der Bewegung eingetreten war,hatte mein Schicksal seinen ersten Stoß erhalten. Die lebhafteGegenströmung aus den Reihen der vornehmeren Bürger, be-sonders aber die Bitterkeit, mit welcher ich meine Oppositiongegen das Ministerium versetzte, war meinem wackeren Ver-
Drittes Kapitel.