EINLEITUNG.
Als mir im Monat November v. J. ein fern wohnender Freunddie Mittheilung machte, wie er gehört habe arbeite Herr LudwigBamberger an einem Buche, welches direct gegen meine Arbeitenüber die englischen Gewerkvereine gerichtet sei, wurde ich freudigbewegt. Bis dahin hatte ich noch keinen Gegner gefunden, der michin wissenschaftlicher Weise bekämpft hätte. Alle Angriffe, die ich bisdahin erfahren, waren entweder gegen mich persönlich gerichtetoder gegen meine Resultate, keiner gegen die Ausführungen, welchezu diesen Resultaten nothwendig führten. Man schalt mich, weilich Dieses und Jenes gesagt hatte, bezichtigte mich der Böswilligkeit,weil ich diese oder jene Anschauung hegte. Man polterte kindischgegen das, was ich bewiesen hatte, ohne an den Beweisen zurütteln, und schmähte das Ergebniss der Arbeit, ohne einen Fehlerin dieser aufzudecken. Und insbesondere war Herr Bamberger indieser Weise gegen mich vorgegangen. In der Zeitschrift „DieGegenwart“ hatte er unter dem Titel „Die Romantik auf demLehrstuhl der Volkswirthschaft“ meine Freunde und mich lebhaft an-gegriffen. Schon der Titel war charakteristisch für die Art diesesAngriffs. Wie ich in der Herrn Bamberger befreundeten „Weser-zeitung“ las, verdankte derselbe seine Entstehung lediglich literari-schen Erinnerungen, die sich mit meinem Namen verknüpfen, undoffenbar sollte er dazu dienen, durch Uebertragung des von Manchenüber die romantische Schule in der Literatur gefällten ungünstigenUrtheils auf mich, ein Vorurtheil gegen meine volkswirthschaftlichenArbeiten zu erwecken. Was dann den Angriff ■ selbst angeht, sowurde darin nicht etwa das Fehlerhafte dieser Arbeiten nachge-wiesen — nein: offenbar dachte Herr Bamberger gar nicht daran,dass das Hauptstreben in jedem literarischen Kampfe sein müsse, denGegner selbst seines Irrthums zu überführen. Er suchte durch Her-
Brentano, „Wissenschaft!.“ Leistung. I