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IV.
„Wir verlangen nicht“, ruft Herr Bamberger (S. 267) am Schlüsseseines Plaidoyers für Verwerfung des von Schulze - Delitzsch imReichstag schon mehrfach eingebrachten Entwurfs eines Vereins-gesetzes, „wir verlangen nicht, dass der Gesetzgeber im Streite derSchulen sofort Partei ergreife“. Allein es hiesse sich, ruft er an an-derer Stelle, (S. 162), „zum Spielball einer Tagesmode, einer lite-rarischen Novität machen“, wollte man den Gesetzentwurf annehmen,und nach so emphatischen Versicherungen scheine ich also ent-schieden im Unrecht gewesen zu sein mit meiner früheren Behaup-tung, dass kein Zusammenhang zwischen den beiden Theilen desBamberger’schen Buches bestehe, wenn nicht etwa die im erstenTheile gegen mich gerichteten Angriffe dem Antrag auf Verwerfungdes Schulze’schen Entwurfes im zweiten Theile zu Hülfe kommenund die Verwerfung dieses Entwurfs durch den Reichstag meiner Verurtheilung im ersten Theile das Siegel auf-drücken soll. Weit ’entfernt eine Parteinahme des Reichstagsgegen mich provociren zu wollen, scheint Herr B. nach den citirtenSätzen nur darum bemüht, eine Parteinahme des Reichstags für dieKatheder-Socialisten zu hindern.
Indess dürfte kein aufmerksamer Leser des Bamberger’schenBuches durch diesen advocatischen Kunstgriff meines Anklägers sichtäuschen lassen. Herr B. verlangt vom Reichstag die Verwerfungdes Schulze’schen Entwurfes unter anderen Gründen auch deshalb,weil die sog. Katheder-Socialisten sich dafür ausgesprochen haben;■die Verwerfung des Entwurfs durch den Reichstag soll also gleich-zeitig eine Verdammung der sog. „neuen Schule“ sein. Ich werdedies im Folgenden beweisen; und nachdem ich in meinen früherenAufsätzen durch Zurückweisung der direct gegen die Katheder-Socia-listen und mich gerichteten Kritik des Herrn B. die Nachtheile, welche■den deutschen Gewerkvereinen aus der Zusammenstellung mit mir