BEILAGE VII.
Rede Macaulay’s über die Zehnstundenbill.
(Aus Macaulay’s Reden, deutsch von Bülau, 1854. II. S. 206).
(S. oben S. 17).
Rede, gehalten im Hause der Gemeinen, am 22. Mai 1846.
(Am 29. April 1846 beantragte Mr. Fielden, Mitglied für Old-ham, die zweite Lesung einer Bill zur Beschränkung der Arbeitjunger Personen in den Fabriken auf zehn Stunden des Tages.Die Debatte wurde vertagt und wurde wiederholt in langen Zwischen-räumen wieder aufgenommen. Endlich am 22. Mai wurde die Billmit 203 Stimmen gegen 193 verworfen*)- An diesem Tage wurdedie folgende Rede gehalten.)
Es ist unmöglich, Sir, dass ich nach dem Aufruf, der in sobestimmter Weise von meinem ehrenwerthen Freunde dem Mitgliedfür Sheffield**) an mich gerichtet worden ist, im Schweigen beharrenkönnte. Und selbst wenn dieser Aufruf nicht an mich gerichtetworden wäre, würde ich sehr danach verlangt haben, eine Gelegen-heit zu haben, die Gründe zu erklären, aus denen ich für die zweiteLesung dieser Bill stimmen werde.
Es ist, wie ich hoffe, unnöthig für mich, meinem ehrenwerthenFreunde zu versichern, dass ich jene Verdächtigungen äusserst miss-billige, welche, sowohl in diesem Hause als ausserhalb desselben,gegen die Fabrikeigenthümer erhoben worden sind. Für dieseschätzbare Classe von Menschen empfinde ich nichts, als Achtungund guten Willen. Ich bin überzeugt, dass mit ihren Interessendie Interessen des ganzen Gemeinwesens und insbesondere derarbeitenden Classen unzertrennlich verknüpft sind. Ich kann auchmit vollkommener Aufrichtigkeit erklären, dass die Stimme, die ich
*) Sie wurde erst am 8. Juni 1847 Gesetz.
**) Mr. Ward.