heute Abend abgeben werde, keine Parteistimme sein wird. In derThat unter keinen Umständen würde ich glauben, dass die Gesetzepolitischer Feindschaft mir gestatteten, diese Frage als eine Partei-frage zu behandeln. Aber in dem gegenwärtigen Augenblicke würdeich die Hände der Minister Ihrer Majestät viel lieber kräftigen,als schwächen. Es ist keinesweges angenehm für mich, genöthigtzu sein, ihnen zu opponiren. Ich versichere ihnen, ich versicheremeinen Freunden auf dieser Seite des I-Iauses, von denen ich sounglücklich bin, verschiedener Meinung zu sein, und insbesonderemeinem ehrenwer-then Freunde dem Mitglied für Sheffield, das, wieich sagen muss, in einem eher zu klagenden Tone sprach, dass ichnicht danach begehre, auf ihre Kosten den Ruf der Humanität zuerwerben. Ich glaube vollkommen, dass ihre Gesinnung für dieArbeiterbevölkerung ganz so freundlich ist, wie die meine. Es be-steht kein Zwiespalt zwischen uns in Betreff der Zwecke; es bestehteine ehrliche Meinungsverschiedenheit in Betreff d_er Mittel, und wirmüssen sicher im Stande sein, die Punkte, über die wir verschieden•denken, ohne Eine zornige Gemiithsbewegung, ohne Ein bittresWort zu erörtern.
Die Einzelheiten der Bill, Sir, werden angemessener und ge-ordneter erörtert werden, wenn wir sie im Cornite erwägen. Gegen-wärtig haben wir es mit dem Princip zu thun, und viele Gentlemenvon grosser Autorität sagen uns, das Princip sei unrichtig. IhrerMeinung nach kann weder diese Bill, noch irgend eine andere dieArbeitsstunden regelnde Bill vertheidigt werden. Das, sagen sie,ist eine von denjenigen Angelegenheiten, über die wir überhauptkeine Gesetze geben sollen, eine von denjenigen Angelegenheiten,die sich selbst weit besser ordnen, als irgend eine Regierung sieordnen kann. Nun es ist höchst wichtig, dass dieser Punkt völligaufgeklärt werde. Gewiss dürfen wir uns keine Funktionen an-maassen, die uns nicht eigentlich gebühren; aber auf der andernSeite dürfen wir (auch) nicht Functionen entsagen, die uns eigent-lich zukommen. Ich weiss kaum, was die grössere Pest für dieGesellschaft ist: ein väterliches Regiment, d. h. ein spürendes, ent-mischendes Regiment, das sich in jeden Theil des menschlichenLebens eindrängt und das da meint, es könne Alles für Jedermannbesser thun, als irgend jemand irgend Etwas für sich selbst thunkann, oder ein sorgloses, müssiggängerisches Regiment, welchessolche Beschwerden, die es auf einmal beseitigen könnte, wachsenund sich vervielfachen lässt, und das auf alle Klage und Vorstellungnur Eine Antwort hat: „wir müssen die Dinge für sich lassen; wirmüssen die Dinge ihren Lauf nehmen lassen; wir müssen die Dingesich ausgleichen lassen.“ Es giebt kein wichtigeres. Problem in derPolitik, als die rechte Mitte zwischen diesen zwei höchst verderb-lichen Extremen festzustellen, die Linie richtig zu ziehen, welchediejenigen Fälle, in denen es die Pflicht des Staates ist, einzu-
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