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Geschichte des deutschen Buchhandels vom Beginn der klassischen Litteraturperiode bis zum Beginn der Fremdherrschaft / Johann Goldfriedrich
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Carl Friedrich Bahrdt .

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zum letzten mal Werke 13 an der Zahl mit der Verlagsangabe:Dessau , in der Buchhandlung der Gelehrten", an. Reiche selbst wandertenach Amerika aus und ist im Jahre 1794 in Philadelphia im größtenElend gestorben.

Der Untergang der beiden Dessauer Anstalten bezeichnet das Endeder Periode, in der der Selbstverlag zu einer wirklichen Gefahr für denBuchhandel heranreifen zu wollen schien. Die beiden Unternehmungenwarm mit einer der Natur der Sache nach denkbar größten Vorsicht undUmsicht ins Werk gesetzt worden; mit ihrem Scheitern war deshalb dasUrteil über Versuche in dieser Richtung gesprochen, und die Geschichteging über sie hinweg zur Tagesordnung über. Nicht ganz unmittelbar.Der Zeit der Blüte folgte eine kurze Zeit der Nachblüte und siebrachte hier vor allem noch ein eigentümliches Unternehmen, das vielStaub im Buchhandel aufwirbelte. Es war dieDeutsche Union "das Hallische Satyrspiel nach der Tragödie von Dessau !^

Ihr Gründer war Carl Friedrich Bahrdt , bei aller Gelehrsamkeitund Arbeitskraft eine der abstoßendsten, vielleicht die abstoßendste Er-scheinung jener Zeit. Er, der Typus des ums Brot schreibenden gelehrtenAbenteurers jener Zeit, hatte die Finger schon in so mancher Selbst-verlags- und Nachdrucksspekulation gehabt. Nachdem er zu Ende seinerLeipziger Zeit er war, 1741 geboren, von 1762 bis 1768 Substitutseines Vaters, des Leipziger Superintendenten und Professors der Theo-logie, im Predigtamt an der Petcrskirche und außerordentlicher Professor derTheologie^zu Leipzig schon so bekannt und berüchtigt war, daß Zeich-nungen und Kupferstiche auf ihn erschienen und sogar Dosen und Me-daillen angefertigt wurden, auf denen Bahrdt bei seinem Mädchen ab-gebildet war, war er dann zwei Jahre als ordentlicher Professor derPhilosophie und der hebräischen Altertümer in Erfurt und vier Jahre alsProfessor der Theologie und Universitätsprediger in Gießen gewesen.Nachdem ihm auch dort der Boden zu heiß geworden war, ging er aufeine Aufforderung des Herrn von Salis als Direktor eines von Bahrdt zu gründenden Philanthropins nach Basedowschem Muster nach Marsch-lins in Graubünden und, nachdem er sich sehr bald mit Salis entzweithatte, schon ein Jahr darauf, Juli 1776, als Gräflich Leiningen-Dachs-burgischcr Generalsuperintendent, Konsistorialrat, Scholarch und erster