232 4. Kapitel: Der Durchbruch der neuzeitlichen Organisation.
Missionäre und Kommittenten zu der Zahl der Leipziger Buchhändlerund der auswärtigen Meßbesucher zu Ende des 18. Jahrhunderts an:
Anzahl der Leipziger Meßbesucher (resp. über Leipzig verkehrenden Firme«),Kommissionäre und Kommittenten.
1778°°)
1791"')
1801 °°)
270
283
307
Leipziger Kommittenten..........
1
4
7
Also Kommittenten
271
287
314
Auswärtige ohne Kommissionär.......
33
68
Leipziger ohne Kommissionär........
24
43
Kommissionäre mit 1— 5 Kommittenten . . .
13
12
„ 6-10 „ ...
S
4
„11-15
3
5
„ 16-20 „ ...
2
4
„21-25
2
„ „ 26—30 „ ...
1
2
Also Kommissionäre
24
29
34
Die eine Seite der Thätigkeit des Kommissionärs war die, daß erdie Meßgeschäfte des auswärtigen Geschäftsfreundes besorgte, der dieMesse ausnahmsweise, häufiger oder regelmäßig nicht besuchte. DerAuswärtige schickte dann seine Novitäten, sein Memorial, seine Novitäten-anzeigen, sein Manual, Briefe und Geld an den Kommissionär; dieserhatte die Ballen in den Laden zu befördern, das Verlangte nach demMemorial zu beschaffen, Verweigertes aber für eigene Rechnung zunehmen und zu senden, die-Novitätenanzeigen (auf denen die Buchhändlerihre Bestellungen bezeichneten; jeder erhielt 2 Exemplare, von denen erdas eine mit der Lieferung zurückbekam, während das andere der Kom-missionär für seinen Kommittenten in Händen behielt) zu verteilen undwieder zu sammeln und die Bestellungen je nachdem zu erledigen oderan den Kommittenten zu senden, unverlangte Nova des Kommittentenzu verteilen und solche für ihn zu empfangen, abzurechnen und gegenSchein Zahlung zu leisten oder zu empfangen (das Manual verzeichnete,von wem der Kommittent Reste oder Saldo zu erwarten hatte; in dasManual hatte der Kommissionär auch die Changen einzutragen), Ver-lagsinventar aufzunehmen, die Ladenmiete zu bezahlen, den Rest derGelder für Emballage, Accise u. s. w. zu disponieren resp. dem Kom-mittenten gutzuschreiben^; mit einem Worte, der Kommissionär hatte