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Geschichte des deutschen Buchhandels vom Beginn der klassischen Litteraturperiode bis zum Beginn der Fremdherrschaft / Johann Goldfriedrich
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4. Kapitel: Der Durchbruch der neuzeitlichen Organisation.

ausliefernd, 171 als zwischen den Messen nicht ausliefernd bezeichnetsind. Das Kommissionsgeschäft und spcznll das Auslieferungswesen waralso schon weit genug entwickelt weit genug, um bereits damals eineausdrückliche Richtung dagegen hervortreten zu lassen. Im Jahre 1796zogen I. Jac. Stahcls sel. Wittwe und Sohn in Würzburg ihr Lagervon Leipzig zurück, um künftig nur noch von Würzburg ausliefern zulassen. Sic begründeten ihren Entschluß mit der zu großen Zunahmeder Buchhandlungen^; sie meinten damit, daß bei dem wachsendenUmfange des Geschäftsverkehrs die Kommissionärspesen zu hoch aufliefenund deshalb der direkte Verkehr mit Umgehung des Kommissionärs wirt-schaftlicher sei. Im Jahre 1893 hat Stahel diesen Punkt sogar in einemRcformgutachten zur Sprache gebracht. Der Buchhändler, sagte er,müsse alle Erscheinungen wenigstens nach Titel und Verleger kennen,um jeden Artikelaus der ersten Hand" beziehen zu können; denn wennman vom Kommissionär verschreibe, so verliere man schon mehr als einViertel des gehofftcn Gewinns."^ Wie hoch die Kommissionsgebührcnsich beliefert, darüber sind wir im einzelnen leider schlecht unterrichtet.Gewöhnlich ist nur vonbehöriger Satisfaktion" oder dcrgl. die Rede.G. C. Gsellius in Celle versprach der Weidmannschcn Buchhandlungzur MichaeliSmcssc 1748 die Besorgung der Gselliusschcn Bestel-lungenmit behörigcm Oouesnr zu recoinvönsiren" und für die Zu-stellung und Rekommandation der Gsclliusschen Novitätenmcmoriale andie Buchhändler5 Thaler nach ackvenant mehr und weniger".^ Jgh.Heinrich Cramer in Bremen sandte zur Michaclismesse 1766 an Schwickcrt(pro Dycks Wittwe) 17 Thaler für Emballageund sonsten". Schwickcrtbehielt davon 7 Thalcr 8 gr. übrig, und diese bot ihm Cramer dannfür seine Bemühungen (Abgabe der Zettel, Gcgcnnahmc der eingehendenPakete, Auslieferung vom Meßlager, Auszahlung, Bekanntmachung derAvcrtissemcnts) an: sollte es nicht genug sein, so werde er mehr senden.Schwickcrt war mit den 7 Thaler 8 gr. zufrieden. Diese geschäftlicheVerbindung zwischen Cramer und Schwickcrt war nur eine gelegentliche.Schwickcrt wollte ihn festhalten und erbot sich zur dauernden ÜbernahmeseinerVerrichtungen außer der Mcße" und derMichael Meße Ver-richtung" (die Ostcrmessc besuchte Cramer selbst). Er verlangte für dieerstern (Annahmc der an Cramer eingehenden Pakete, Absendung an ihnwenn es ein Völligen ausmacht" undAusliefern aus dero Gewölben