Die Klassiker.
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falls der Niederlande" kostete bei CrusiuS (C. W. Vogel) in Leipzig 10,8° Mk. (1 Rthlr. 12 gr.), auf Schreibpapier 18 Mk. (2 Rthlr. 12 gr.),auf Velinpapier 25,-» Mk. (3 Rthlr. 12 gr.). Schillers kleinere pro-saische Schriften in vier Teilen kosteten bei demselben 31,--« Mk. (4 Rthlr.8 gr.), auf Schreibpapier 40,»» Mk. (5 Nthlr. 16 gr.), auf Velinpapier72 Mk. (10 Nthlr.). Goethes „Hermann und Dorothea " kostete bei Viewegin Braunschwcig (Neue Ausgabe, Oktav, zehn Kupfer) 16,8« Mk. (2 Rthlr.8 gr.), auf Velinpapier 25,2° Mk. (3 Rthlr. 12 gr.). Goethes Schriftenkosteten bei Göschen in vier Bänden ans Druckpapier 26,i« Mk. (3 Rthlr.16 gr.; der Band 6,«° Mk.), in acht Bänden auf Schreibpapier undmit Kupfern 57,.» Mk. (8 Nthlr.; der Band 7,-° Mk.). Der „Bcn-venuto Cellini" kostete bei Cotta 24 Mk. (3 Rthlr. 8 gr.). GoethesNeue Schriften in sieben Bänden kosteten bei Unger (Schade) in Berlin 37,-.. Mk. (5 Rthlr. 4 gr.), auf Schweizcrpapicr 74,i» Mk. (10 Nthlr.8 gr.). Goethes Werke in dreizehn Bünden Großoktav, 1806—1810,kosteten bei Cotta 115,°-° Mk., auf weiß Druckpapier 153,«» Mk., ausSchreibpapier 185,,° Mk., auf Schweizcrpapicr 224,4« Mk., auf Velin273,°» Mk. (16 Nthlr., 21 Rthlr. 9 gr., 25 Nthlr. 18 gr., 31 Nthlr.4 gr. und 38 Rthlr.; der Band 8,.» Mk., 11,.« Mk., 14,-» Mk.,17,s» Mk. und 21 Mk.). Indessen dürfen diese Preise nicht aus demZusammenhange ihrer Zeit herausgerissen werden. Sic beweisen ansich durchaus nicht lediglich, daß die Lektüre der Klassiker den Zeit-genossen entsprechend erschwert, sondern zugleich, wieviel man für ihreSchriften aufzuwenden bereit war. Es waren Luxusausgaben, in denensich das bessere Publikum — das doch im übrigen gern und häufiggleiche Summen für eine kleine Reise, für seinen Weinkeller, für allerleiVeranstaltungen d.cr Geselligkeit, für Schmuck- und Zierstücke der Ein-richtung ausgibt — für scin Leben, ja ganze Generationen mit denbesten Geistesschätzcn versah. Aber die Nation war auf solche Ausgabennicht angewiesen, sollte es auch gar nicht scin, wie schon die Mannig-faltigkeit der Ausgaben zeigt. Die Verleger hielten zum Teil vielbilligere Ausgaben als die genannten zur Verfügung. Vieweg inBrauuschweig stieg über die vorhin genannte Velinausgabc von „Her-mann und Dorothea " zu 3 Rthlr. 12 gr. später noch zu der Maroquin-Ausgabe in der doppelten Preishohe empor (Maroquin-AnSgabc von1821 zu 7 Nthlr. 12 gr.); aber schon seit dem Jahre 1803 führte er