„Methodik der Schriftstellern". Verlagsspczialisicrung, Z()Z
Weise." ^ mächtig das einst von Leibniz , einem der größten
Anfänger und Planer in der deutschen Gcistcsgeschichte, vorweggenommeneBewußtsein einer im Rahmen der Gesamtlittcratur systematisch geübtenProduktion jetzt zu Ausgang des 18. Jahrhunderts in breitcrn Kreisenaufstieg, das sieht man daran, daß man damals das Ziel einer „Me-thodik der Schriftstcllerei" ernstlich zu verwirklichen suchte. ErduinJulius Koch, Prediger zu Stralau, eröffnete dazu zu Beginn der neun-ziger Jahre eine eigene Zeitschrift.^ Sie sollte „diejenigen Bücher,welche entweder noch gar nicht oder doch nicht in der wünschcnswürdigstcnBeschaffenheit cxistircn, kennen lehren". Koch selbst entwickelte darinz. B. den Plan einer Deutschen Encyklopädie, einer Geschichte der deutschenBeredsamkeit, einer neuen kritischen Zeitschrift u. dergl.; Herder wünschteeine aus den Grundsätzen der hellenischen Kunst entwickelte Ästhetik,Gleim eine Biographie der Karschiu, Büsch eine allgemeine Erfahrungs-und Naturgeschichtskunst, Fr. Nast altdeutsche Glossarien uud Idiotika.Wenn sich im Verlagshandel solche Richtungen in gründlicher Weisebemerkbar machen sollten, so mußte er sich jedenfalls in einer irgendentsprechenden Weise spezialisieren. Unser voriger Baud hat darauf hin-gewiesen, daß sich die Anfänge davon schon längst in gewissen leisernUmrisscu andeuteten. Dabei aber blieb es auch jetzt; wir hören aller-dings in der zeitgenössischen buchhändlerischeu Littcratur selbst von derSpezialisierung „verschiedener Verleger" reden ^"; aber im allgemeinenzeigen sich in den Verlagshandlungen jener Zeit die Verlagsartikcl ausallen möglichen Gebieten zusammengewürfelt, und die geschichtliche Be-deutung des Zeitalters liegt hier wie in so zahlreichen andern Punktendarin, daß neue Forderungen mit Deutlichkeit in das Bewußtsein ein-treten. Der Buchhändler, sagt Bensen, muß „Gelehrter" sein, wenn er„die Bedürfnisse alle kenneu, uud die Lücken gehörig ausfüllen will,welche sich bald in diesem bald in jenem Thcilc der Wissenschaften finden".Das würde aber wirklich möglich sein nur bei Spezialisierung. „Warumzertheilte man den Buchhandel nicht in verschiedene Fächer, gerade so,wie man das nämliche bey den Wissenschaften vor sich hatte; warummachte man nicht eben so viele verschiedene Klassen von Buchhandlungen,als es wissenschaftliche Fächer giebt?""^ Es ist auch hier die Form,die Betriebsamkeit, die Hast, die das Gepräge gibt. Fichte sprach imJahre 1805 von dem schriftstellerischen Gewerbe des Zeitalters, dem