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Geschichte des deutschen Buchhandels vom Beginn der klassischen Litteraturperiode bis zum Beginn der Fremdherrschaft / Johann Goldfriedrich
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Politisch-litterarische Zeitschristen,

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wie sie sich bis um das Jahr 1740 den dem politischen Leben ange-hörenden Gebieten ausnahmslos verschließen, nach der ThronbesteigungFriedrichs der Großen aber die Dinge des öffentlichen und staatlichenLebens zu erörtern beginnen. Sie waren dem Untergänge geweiht; eineeinzige war es, die in die neue Zeit hineinzuwachsen verstand. Unge-nügend war jetzt auch das Bestehen bloßer literarischer Zeitschriftenneben ihnen. Ganz andere, neue Schöpfungen entluden sich einer neu-gcstimmten Zeit: WielandsTeutscher Merkur " (17731810), anziehenddurch Wielands Dichtungen, spater auch von Goethe und Schiller mitBeiträgen verschen, vor allem aber, besonders seit der Revolution, wegenseiner politischen Aufsätze gelesen; Schubarts zündendeDeutsche Chronik",die in Sturm und Schwung Freiheit und seines Wertes sich bewußtesDeutschtum predigte (1774 Augsburg, 1775 76 Ulm ; zweite, zahmePeriode 1787/91 Stuttgart ); Wcckherlins von K. G. Beck in NordlingenverlegteChronologen",Graues Ungeheuer" undHyperboreischeBriefe" (17781788); vor allem aber Aug. Ludw. Schlözers desVaters der Publicistik, wie man ihn schon lange genannt hat Göt-tingerStaatsanzcigen" (17831794; vorherBriefwechsel", 17761782), das freimütig besonnene Blatt, dessen gründliches und scharfesUrteil sogar der römische Kaiser fürchtete. Ähnlich wirkten MosersPatriotisches Archiv" (Frankfurt und Leipzig ; Moser selbst lebte inSüdwestdeutschland, zuletzt in Mannheim , wo auch dasNeue PatriotischeArchiv", 1792/94 erschien) und GöckingksJournal von und fürDeutschland" (Ellrich bei Halberstadt ), beide seit 1784, die zurück-haltendern Journale:Deutsches Museum" (Leipzig 1776/91),Göttin-gisches historisches Magazin" (1787/91), ferner CampesBraunschwei-gischcs Journal" (1788,91) und Archenholtz' volkstümlicher geschriebeneMinerva" (17921812, zuerst in Berlin, dann in Hamburg ). Ander Spitze der konservativen und reaktionären Zeitschriften standen um-gekehrt dasHamburger Politische Journal" (17811839), dieWienerZeitschrift" (1792,93) und das WienerMagazin der Kunst und Lite-ratur" (17931797).

Wir siud damit schon in das Rcvolutionszeitaltcr eingetreten. Diehohe Zeit derAllgemeinen deutschen Bibliothek " war abgelaufen, undSchöpfungen einer abermals weiter vorgerückten Entwicklung kamen

auch auf dem Gebiete der literarischen Kritik und der periodischen Bcllc-

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