Buchhcmdlerzcitungen,
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Verlagsgesuche der Autoren, verzeichnete gesuchte Bücher und alle Artenvon Buchhändlcranfragcn, die alle beantwortet werden sollten, veröffent-lichte Subskriptions- und Pränumerationsanzeigen. Ähnlich sollte aberauch der Kunsthandel gepflegt werden: sie enthielt Verkaufsangebote auchvon Kunstwerken und Kunstsammlungen und Kunstwerke betreffende Fra-gen und Antworten. Dazu gesellte sich als dritter Zweig der Musi-talieuhandel: ucue Musikalien wurden angezeigt, Nachrichten über musi-kalische Akademien, Anstalten, über Virtuosen u. s. w, gebracht. Nebender unmittelbarcu Pflege des gesamten buch-, kunst- und musikalicn-hnndlcrischeu Geschäfts stand die eingehendste Pflege aller dafür in Be-tracht kommenden öffentlichen Verhältnisse: die Zcituug berichtete überalle das Büchcrwescn und die Büchcrpolizei betreffenden Verordnungenund Veranstaltnngen, brachte die Büchcrprivilegien, Konfiskationsbefchleund Büchcrverbotc zun? Abdruck, gab Nachricht von allerhand außerbchörd-lichcn Stiftungen. Sie brachte weiter Anekdoten von Gelehrten, Nach-richten über reisende Gelehrte, Nachrichten über Beförderungen, Be-lohnungen, Todesfälle. Sie brachte Nachrichten von neuen Bibliotheken,Kabinetten u. s. w.; von Werken der Baukunst, von errichteten Gcbäudcuzur Verschönerung der Städte; von neuen Kunstwerken; von Kunstwerken,an denen gearbeitet wurde; von neuen Erfindungen mechanischer undanderer Instrumente; Anzeigen von neuen Entdeckungen und Bemerkungenin Wissenschaften und Künsten; enthielt PrciSaufgaben, Ancrbictungcnjunger Gelehrter und endlich Vermischte Nachrichten. Schon im Schluß-Hefte des ersten Jahrgangs (1780) führte Breitkopf Klage, daß der Ab-satz für die vielen Korrespondenzen, Materialien und Arbeiten nicht ent-schädige; mit dem dritten Jahrgange (1783) mußte er die Zeitschrifteingehen lassen. Zn Ende der achtziger Jahre erschien in Oktav beiKletts Wittwe K Frank in Augsburg eine „Buchhändlcrzeitung, auf1789, oder wöchentliche Nachrichten und Ankündigungen von Büchern undneuen Schriften"; von August 1793 an gab Stiller in Rostock „Nostock'scheBlätter" heraus, die in erster Linie dem buchhändlerischen Interessedienten und sowol in Auszügen über die neuesten Bücher berichteten, alsauch Avcrtisscmcnts, PränumcrationSanküudigungcn u. s. w. von andernBuchhandlungen brachten und aus Maugel an Abonnenten schon im De-zember desselben Jahres eingingen."'' Aber die neunziger Jahre brachtendie beiden allerbedcuteudstcu Erscheinungen auf diesem Gebiete: das
Geschichte des Dcutichc» Buchhandels. III. 35