Umsatz und Gewinn,
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Kundcnrabatt gegeben würde, doch nur den anffallend geringen Rein-gewinn von etwa 1850 Mk. haben, der sich zum Teil durch die ver-hältnismäßig höhcrn Fracht- uud Porto- und die Mcßkostcn erklärt.Die von Bensen angenommene Handlung wurde heute einen Umsatz vonetwa 30000 Mk. und ohne Abgabe von Kundenrabatt einen, aber jeden-falls zu hoch angesetzten, Reingewinn von etwa 5300 Mk. haben.Wenn uum den Kundcnrabatt mit in Rechnung stellt, so erniedrigt sichder Reingewinn bei Bensen aus 1600 Mk., bei Franke auf 0 Mk.Der Reinertrag beträgt vom Jahresumsatz. unter Berücksichtigung desKundcnrabatts bei Bensen 4,4 "/„, bei Franke 0 "/„; würde kein Kunden-rabatt gegeben, so betrüge er bei Bensen 14,t "/^ (wäre aber damit, wiewir oben sahen, zu hoch), bei Frauke 8,s"/^. Mögen die Aufstellungenvon Bensen und Franke auch richtig sein, so darf man sie doch nichtverallgemeinern und Angaben, wie die von Bohn, Varrentrapv K Wenner,Hcyer, die zwar ähnliche Vcrhältniszahlen (Gcscimtunkostcn höchstens22"/,,, Reingewinn ohne Abzug des Kundcnrabatts mindestens 8°/<,)angeben, aber über die Höhe des Umsatzes schweigen, damit vermischen.Von den Berlegcrsortimentern dürfen wir ja der Voraussetzung nachals von solchen hier nicht reden; das Gcwinnvcrhältnis ist hier natürlichein günstigeres; der Umsatz ist größer, die Unkosten sind absolut und(wegen des höhcrn Umsatzes) relativ niedriger. Der Jahresumsatz derpreußischen Buchhandlungen wurde in den neunziger Jahren von buch-händlcrischer und behördlicher Seite im Durchschnitt auf 10000 Rthlr.(75000 Mk.) angenommen^; nimmt man den Neingewinn auch nur(als Mittel von 8"/g im Sortiment und 30"^ im Verlag) auf rund20"/,, an und zieht davon 600 Rthlr. Kundenrabatt ab (indem mananuimmt, vou dem Vcrlagsumsatz von 5000 Rthlrn. komme ^ aufdirekten Vertrieb), so bleiben doch 1400 Rthlr. O 10000 Mk.) Ge-winn. Die oben (S. 483) erwähnten Broschüren schätzen den Gewinn despreußischen Vcrlcgersortimenters auf jährlich 2000 Rthlr. (^- 15000 Mk.).Bei jcuem Gcwiuu von 1400 Rthlrn. hätte aber das Sortiment mit100 Rthlrn. Schaden gearbeitet. Und darauf kommt es hier an,nicht auf die hohen Umsätze der großen Vcrlagssortimcntc (Hahn inHannover gibt 1802 die jährlichen „Aufopferungen" seines Sortiments-handels, die, da er ihn nicht mechanisch treiben wolle, „ungeheuer" seien,ohne Beköstigung der Gehilfen ans 4000 Rthlr. an; Koppe in Rostock^