und schillernden Gedanken, die er ungern entbehrte nnd an denener doch nur eiueu mäßigen Vorrat hatte, dorther ergänzte.
Unter dem Einfluß dieser Strömung begannen die deutscheuStaateu uach dem Frieden ihre Verwaltung und ihre Gesetze znerneuern. Das ist der wichtigste Gesichtspunkt, nnter dem dieinnere Politik dieser Staaten zu betrachten ist.
Einen besonders starken Anstoß gewann die Restauration zu-nächst in deu Staateu, die zu dem Königreich Westfalen vereinigtgewesen waren, durch die Rückkehr der alten Fürstenhäuser. Siegab das Signal, daß nun auch die Privilegierten die Erneuerungihrer Freiheiten und Gerechtigkeiten sorderten. Das gelang ihnenfreilich nicht überall. In Braunschweig namentlich ließ es derHerzog Friedrich Wilhelm dazu uicht kommen, der in der kurzenZeit von der Rückkehr in sein Land (am 26. Dezember 1813) biszu seinem Ansmarsch zu dem Kampse, in dem er bei Quatre-Bras(16. Juni 1815) den Heldentod starb, eine unermüdliche Thätig-keit entfaltete. Er beseitigte zwar manche nützliche Einrichtungder westfälischen Zeit, wie die Trennung von Justiz uud Verwal-tung uud die Öffentlichkeit und Mündlichkeit des Gerichtsverfahrens,aber er gab dem Adel das Vorrecht der Steuerfreiheit uicht zurückund führte den Grundsatz der allgemeinen Wehrpflicht durch.
Vollftäudiger war die Nestauratiou in Hannover , obschon derleitende Minister Graf Münster auf dem Wiener Kongreß dieNotwendigkeit freisinniger Einrichtungen sür die deutschen Staateumit Nachdruck vertreten hatte. Der Bauer hatte in der Haupt-sache die Lasten wieder allein zu tragen, der Adel blieb frei oderdoch verhältnismäßig gering belastet.
In ihrer ganzen Roheit offenbarte sich die Reaktion in Kur-hesseu. Nur Geld sollte geschafft werden, Geld ans jede Weise.Die militärischen Grade wurden 1813—14 auf den Fuß von 1806zurückversetzt, die ereignisreichen sieben Jahre der westfälischen Zeitsollten aus dem Gedächtnis gestrichen werden: Tribunalräte wur-den Nssessoreu, der älteste Rat des höchsteu Gerichtshofes mußtein die Stelle eines unteren Lokalbeamten zurücktreten, und JacobGrimm wurde wieder Sekretariatsaccessist. Pensionierte Beamtemußten deu Dienst wieder übernehmen, und im Dienste stehende