Griechenland, nach Spanien gegangen zu sein. Das alles habe ihn,so sagt er, mir verwirrt; könnte er nochmals ansangen, so würdeer in Holstein geblieben sein, dessen Tönen er in späteren Jahrenmit Sehnsucht zu sehen suchte.
Es kam später die Knnst auf, in der Natur das Blau zu sehen,die Auslösung der Bilder iu bläulich-weißem Licht zu suchen. Esist nicht minder wahr als das Braun, ja, es ist wohl wahrer,da es die häufigereu Natnreindrücke giebt. Schlecht beraten scheinenmir in beiden Fällen' nur die, welche von den Leitendeil nur mit-genommen sind, nicht malen wie sie sehen, sondern wie jene sahen;und die, welche die anderen für blind halten, Iveil sie anders sehen.Bei den Malern der fünfziger Jahre wurde das warme Sonnenlicht,das in der Natur so oft weis; ist, sreilich stets ockerfarbig, gelb.Ein gelblicher Tou hieß iu der Wertstättensprache warm. Amwenigsten folgten dieser Richtung die Münchener, Morgensternund die Seinen. Sie tras noch für lange Zeit die Mißbilligungoder Nichtbeachtung, während die nenrömische Landschasterschnlc seitden fünfziger Jahren den lautcsteu Beifall faud, zu jeuer Zeit, dasie das Beste an ihr, die farbige Unbefangenheit, den römischenFarbenidealen opferte.
Die große Frage jener Zeit lag anders als hente in derLandschaftsmalern; einen weiten Blick in die Natur in ein Bildzusammenzufassen und auf der Leinwand malerisch beherrschen zulernen, das war das Ziel; den großen malerischen Gegenstand zubeherrschen nicht, wie bisher, dnrch Kompositionskünste: rechts eindunkler Baum, links eiu duukler Baum, ein Halbschatten im Mittel-grund, der Bor- und Hintergrund trennt. Jetzt galt es, Tiefe insBild zn bringen, dem Auge eiuen weiteil Weg im Bilde wandernlassen, die Feinheiten der Abtönung der Form zu erfassen, den Aus-blick ohue solche derbere Kunstgriffe dnrch die Wahrheit der Farbezu einem Bilde zu gestalten. Das wollte erlernt sein und werdas erreichte, der hatte die Knnst wieder um ein gutes Stückvorwärts gebracht. Es war unmöglich, sich gegen die Fortschritteder Malerei zu verschließeil, gegen die breitere, tonigere Behand-lung des Pinsels, gegen die sichere Beherrschung der Farbe, gegendie größere Übereinstimmung der Gesamtwirknng; man konnte die