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Schlossbrauerei Schöneberg, Adler, Societätsbrauereiund Hasenhaide. Im besten Falle wurde ein Gebräufabricirt, das früher als „Bier zweiter Klasse“ galt,und das, die Tonne einen oder ein paar Thaler billiger,in gewissen Tanzlocalen und Vergnügungsetablissementsverschänkt worden war.
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Nur Eine Ausnahme ist zu vermerken. Der altebrave Patzenbofer liess sieb zu dem Schwindel der„Dividendenjauche“ nicht herab. Auch in der Grün-derperiode behauptete „Patzenhofer“, wiewol jetzt eben-falls „Actien-Bier“, seinen alten Geschmack und Ge-halt. Selbstverständlich war es sehr begehrt undkonnte der Nachfrage nicht genügen. — Erst nachPatzenhofer’s Tode verlor es allmälig, und in der letztenZeit hat es, zugleich mit den Dividenden, sich ent-schieden verschlechtert. Es enthält, wie der Volks-witz, unter Anspielung. auf den Namen des neuenDirectors behauptet, zu viel „Nelken“.
Aber nicht genug an der Dividenden jauche — dieedlen Fabrikanten beschlossen, den Preis für diesesköstliche Nass auch noch zu erhöhen. Urnen voraufgingen freilich die Weissbierbrauer.
In Berlin wird noch immer viel Weissbier ge-trunken; auch bei der jüngeren Generation hat das