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und sie meint, der „Aufruf“ bezwecke weiter nichts als eineCourstreiberci der Action.
Zu S. 158 u. 174. Passage. Die Anschläge am Schwarzenlirett sind, wahrscheinlich in Folge des Artikels in der „Garten-laube“, entfernt, aber die Festsäle, das Hotel etc., noch immermivermicthct; und soll Hermann Geber, der Erfindungsreiche,nunmehr die Sache in die Hand nehmen. — Im Kaisersaal derPassage wurde wieder ein Concert versucht, und wiederum ge-schah ein Unglück. Während man „Die Sandmännchen“ vortrug,erfolgte ein Krach, und der ganze Chor versank. Das Podiumwar unter ihm zusammengebrochen!! — —
Zn S. 172 bis 174. Kaiserhof. Die Actien sind zum Tlicildurch sogenannte „Cousortialbriefe“, von Delbrück, Leo & Co.bei ihren Geschäftsfreunden und Kunden untergebracht. Einerderselben, .der mit 10,000 Thaler „betheiligt“ worden, batkürzlich dringend, ihm die Actien, gleichviel zu welchemCoursc, wieder abzunehmen und schrieb: „Ich müsste, wennSie mir gar kein Gebot machen, annelimen, dass Sie selbst dasPapier für ganz werthlos halten.“ — Delbrück, Leo A r Co.scheinen allerdings dieser »Ansicht zu sein, denn sie lehntenentschieden ab und bemerkten, dass sie von diesen Actienohnehin einen zu grossen Vorratli hätten. Das „Wiener Fremden-blatt“ behauptete, die Hotelgesellschaft sei bereits bankerott,und der Aufsichtsrath beschloss, dieserhalb die Verleumdungs-klagc anzustellen.
Der Brand des Kaiserhofs kostet der auf Gegenseitigkeitberuhenden städtischen Feuer-Societät — 180,000 Thaler. Trotz-dem ist die in der Stadtverordnetenversammlung, wegen dermangelhaften polizeiwidrigen Bauart des Kolosses, gestellteInterpellation nicht beantwortet — wie es den Anschein hat,hinterrücks beseitigt worden; und das Hotel wird einfachreparirt.
Zu S. 181. Hübel-Transport. Gustav Borchardt und AlbertMeyer kauften das Fuhrgeschäft von A. Schäfer, und „grün-deten“ es in Verbindung mit Moritz Eduard Meyer, Carl Jacob,Simon Schüler, Isidor Kadisch und Ferdinand Vogts. Actien-