3. DIE TÄTIGKEIT DER KOLOXIALBAXKEX.
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der Banktätigkeit alle diese Produktionszweige und damit dasBudget der Kolonie aufs unmittelbarste und empfindlichste ge-troffen hätte.
Die Kolonialbanken haben — wie wir nach dem Gesagtenfeststellen können — trotz ihrer Mängel allen billigen Erwar-tungen entsprochen.
§ 20.
DAS ERGEBNIS FÜR BANKEN UND IHRE AKTIONÄRE.
Das Ergebnis für die Bank selbst war nicht so günstig.Ereilich, wenn man den Durchschnitt aller von 1853 bis 1905gezahlten Dividenden nimmt, so haben die Entschädigungs-berechtigten, welche über Nacht und ungefragt Aktionäre vonKolonialbanken geworden waren, kein Recht gehabt, sich überden Zahlungsmodus für ihre Entschädigung zu beklagen. Stattder 3%, die ihnen ihre Rentenbriefe seit 1863 nur einbrachten,haben sie jährlich und durchschnittlich:
1
II.
III.
IV.
von 1853—1870
1870—1883
1883—1905
1853—1905
in
Martinique S,69 %
15,34 "/o
8,25%
10,15%
)>
13,82 o/o
9,7 %
9,88 %
»
Reunion 8,5 %
14,67 %
4,62%
8,4 %
1855—1870
1855—1905
»
15,15 o/o
19,76%
16,07 %
1855—1901
)!
7,63 °/o
10,4 %
8,19 %
Dividende erzielt. Zieht man von den Zahlen in der letztenRubrik (IV) etwa 4,5 % ab (= dem Zinsgewinn der Banken ausdeu Rentenbriefen ihres Kapitals und ihrer Reserven), so ergibtsich für die 5 Kolonialbanken für die Zeit seit ihrem Bestehenein Jahresdurchschnitt von 5,65 °/o, 5,38%, 3,9 %, 11,57 % und3,69 °/o Dividende. Das ist ein Reingewinn, der mit Rücksichtauf das enorme Risiko der Kolonialbanken nicht befriedigen kann.Eine Ausnahme macht allerdings die Bank von Guyane , beiwelcher allein auch der Durchschnittsertrag der Aktie in fort-dauerndem Steigen begriffen ist. (S. obige Tabelle Rubrik I bis III.)