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Die Augsburger Postzeitung und Neue Augsburger Zeitung im neuen Heim
Entstehung
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Num.

in einer wenig tröstlichen Lage befindet und, datz von dem Erfolgdieser . . . Vorstellungen und Bitten, als eines letzten Versuches, esabhängen wird und mutz, ob sie fürder noch erscheinen kann". Abersie batennicht um Gold und Silber", sondern nur um Empfehlungbeim Klerus durch ein Zirkular unter Beilegung einesPromemoria",um Mitteilung der hierzu benötigten Anzahl von Exemplaren diesesPromemoria und um Uebersendung der jeweiligen Diözesan -Nach-richten (gegen Vergütung aller Expensen") zum Zweck des Abdrucksin der Postzeitung. Die im Besitze des Verlags befindlichen Ant-worten von Eichstätt, Würzburg ,

Speyer, Regensburg, Bamberg ,

Breslau, Klagenfurt, Brunn , Pelp-lin, Gratz, Posen und Budweis lauten alle günstig und sprechender Postzeitung fast durchweg inden rühmendsten Worten Lob undAnerkennung aus. Letzteres tatenauch die Bischöfe von Freiburg ,

Mainz und Fulda , dagegen war esdiesen unmöglich, den an sie gestell-ten Bitten zu entsprechen und zwardem Erzbischos von Freiburg , weildie Postzeitung in Baden dazumalverboten war, dem Bischof vonMainz ,weil eine Empfehlung desBlattes in der kleinen Diözese zueiner Beeinträchtigung des mitschweren Opfern ins Leben geruse-

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Augfpurglsche Ordman Post Zeitung.

Stelle abzugeben, damit dieselben mit den Schematismen ver-sendet werden."

Das erwähnte, zur Versendung an den Klerus bestimmte Pro-memoria betonte nachdrücklich die längst und allgemein anerkannteNotwendigkeit der Existenz einer katholischen Presse, setzte die Mittelund Wege, um ihr eine gewichtige und bedeutungsvolle Stellung inder öffentlichen Meinung zu erringen, auseinander und schlotz nacheinem Hinweis auf das Alter der Postzeitung mit den Worten:Siewar von Haus aus ein katholisches Blatt und ist es zur Stunde noch.

Ob sie sich Verdienste um die katho-lische Kirche erworben, dies zu be-urteilen, steht uns nicht zu. Aberdas Gefühl hat die gegenwärtigeRedaktion und hat es von derfrüheren als Erbe überkommen,datz sie sich in Einheit mit demGeiste der Kirche weitz und datz derWille, ihr zu dienen, ihr einzigessie beseelendes Prinzip ist. Auchder mitunterzeichnete Verlegerkann sich das Verdienst zurechnen,kein Opfer gescheut und nach seinenKräften auch in den schwersten Zei-ten und in den bewegtesten Stür-men dieses Organ glücklich undehrenhaft, ja mit Uneigennützigkeitund Ausdauer und Hintansetzungaller widerlichen Erfahrungen intreuer Anhänglichkeit an das Prin-

nenMainzer Journals", das ohne- ^ ---...

dietz mit dem in Frankfurt a. M. ÄkriritK und verlegts/ Bcrnharvlis HomodcuS Mayer, wohnhaft auf zip durchgeführt zu haben."

erscheinendenDeutschland " eine Pem Dorrn Graben, m dem sogena nn ten Schneid - Haust Schon im folgenden Jahre, am

harte Concurrenz zu bestehen hat. ^ ^ ^ ^ c ^ , 11- Mai 1856, ist Friedrich Carl Kre-

ch' Kopfleiste öer flugsöurger Po)t-ektttng von, Jahre 17I2 (Originalgröße). , ,

umschlagen wurde , und dem Ll- , 28 ,, mer, noch nicht ganz 49 Jahre alt,

schof von Fulda, da die Empfehlung der Poslzeitung nur auf Kosten dervon ihm wiederholt empfohlenen, in der Oberrheinischen Kirchenprovinzerscheinenden katholischen BlätterDeutschland" undMainzer Jour-nal",welche bezüglich der Abnehmer in gleicher nützlicher Lage wiedie Augsburger Postzeitung sich befinden", geschehen könnte.

Besonders interessant ist die Antwort, welche Verlag undRedaktion der Postzeitung in Augsburg selbst, wo der Stuhl deshl. Ulrich durch den Tod des Bischofs von Richarz inzwischen verwaistwar, von dem Kapitularvikar Dr. Alliolinach eingeholtem Rate desDomkapitels" erhielten. Sie lautete:Da eine offizielle Empfehlungder Postzeitung von dem jüngst verstorbenen hochsel. Bischof Peternicht erlassen worden ist, sondern Hochderselbe sich darauf beschränkt

Num. rs.

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den Januar!,.

^ gestorben. Die Postzeitung setzte ihm ein wohlverdientes Denkmalder Anerkennung und Dankbarkeit, gedachte seiner christlichen Ge-wissenhaftigkeit, der Ehrenhaftigkeit seines Charakters und seinerUneigennützigkeit in warmen Worten und fuhr dann fort:Die Hal-tung und Führung eines katholischen Organs mit ausgesprochen kon-servativer Richtung heitzt in den Zeiten der Stürme gegen den Staatoder gegen den Felsen Petri nichts anderes als stets gegen den Strommenschlicher Leidenschaften schwimmen und gegen die versteckten undoffenen Angriffe der zahllosen Feinde einen unablässigen Kampf schla-gen, und gerade solche Zeiten hat der selige Verblichene als Eigentümerdieser Zeitschrift durchleben müssen. Er hat das Panier des freien Wortesfür Wahrheit und Recht, für Thron und Altar mit nerviger Faust hoch-

Anno i74y. Sambstag,den 17. May. Num. ns.

Luiv Orana Lc privilegio 8»c. L-rl k^jeltaris.

Augfpurglsche Ordlnarl Post-Zeitung.

Druck» und vcrlegkS, BernharvuS Homodeus Mayer, wohnhafft ausdem obern Graben, indem sogenannten Schneid «Hauß

Kopfleiste der Kugskurger Postreitung von, Jahre 17II (verkleinert.)

hat, die von der Verlagshandlung ausgegangene Einladung zur Sub-skription in Abdrücken mit dem Schematismus zu versenden, so kanndas Domkapitel schäo) ospiscopali) vsaeante) umso weniger auf einWeiteres eingehen, da es im allgemeinen den Grundsatz nil innovetureinzuhalten hat. Eine politische Zeitung, wie die Postzeitung doch ist,antieipanäo zu empfehlen, bleibt bei aller Gesinnungstüchtigkeit derHerren Verleger und Redakteure für eine oberhirtliche Stelle immerschwierig, da bei der Verschiedenheit der politischen Ansichten mehr oderweniger Kollisionen mit der weltlichen Regierung eintreten können,die natürlich eine geistliche Stelle nicht empfehlen kann, da sie möglichstin Frieden damit zu verkehren wünscht. Ist demnach auch für jetzt eineeigentliche Empfehlung der Postzeitung nicht zuzusagen, so bleibt demHerrn Verleger doch unbenommen, eine angemessene Anzahl vonExemplaren des Promemoria in der Kanzlei der oberhirtlichen

Mit Ihro Rom. Rayserl, Majestäi allergnldigsi-m privücgio

Augfpurglsche Ordlnari-Post- Zeitung.

Druckes und ueriegir Bernhard c^omodeus Ma^cr, wohnhaftKopfleiste der flttgsöurger Pofkreitung von, Jahre 17I9 (verkleinert.)

erhoben getragen, und nicht Opfer, nicht Verleumdungen, nicht Undankaller Art, selbst von Seiten, wo man es am wenigsten erwarten durfte,haben seine Ausdauer besiegen können. Sagen wir es kurz: datz es inso schweren Zeiten in Süddeutschland eine größere katho-lische Presse noch gibt, das verdanken diejenigen, deren Rechtehier verfochten wurden und werden, dein Verblichenen."

Nach Kremers Tod sind als Verlagsinhaber in der ZeitungF. C. Kremers Erben" angegeben. Es waren dies seine GattinSophie, geb. Grietzmayer, und seine Töchter Mathilde und Marie, vondenen letztere mit dem praktischen Arzt Or. Gottfried Schmautz understere mit Alphons Manz, Buchhändler und Inhaber der B. Schmid-schen Verlagshandlung, verheiratet war. Die Geschäftsführung über-nahm Manz und so finden wir vom 24. Mai 1856 ab auf der Zeitungden VermerkDruck und Verlag der B. Schmidschen Verlagshandlung".

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