8 Erstes Kapitel. Zahlung, Geld und Metall.
Entschluß derer, die erwerben und derer, die veräußern, be-obachtet. Wenn das Vergleichsgut nicht ausdrücklich genannt ist,dann bedeutet Wert einer Sache stets den lutrischen Wert, dasist, den Wert, der sich durch Vergleich mit dem allgemeinen ge-wordenen Tauschmittel ergibt; woraus wieder folgt, daß man indiesem Sinne nicht vom Werte des Tauschmittels selber redenkann. Lutrischen Wert haben nur die Güter, welche nicht selberTauschmittel sind. Unter Tauschmittel aber stellt sich der Metalliststets ein Tausch gut, insbesondere ein Metall vor.
All diese Sätze sind unbestreitbar richtig. Es folgt daraus,daß der Begriff des lutrischen Wertes nur entstehen kann in derangegebenen Weise: durch Vergleich mit einem allgemeinen an-erkannten Tauschgut, welches, wie wir gesehen haben, immer dieeinfachste Form des Zahlungsmittels ist.
Aber es gibt Zahlungsmittel, welche über diese einfacheForm hinausragen; solche also, die außerhalb der Rechtsordnungbetrachtet gar nicht mehr Güter sind. Der wichtigste Fall bleibtdas eigentliche echte Papiergeld. Der Name für die Werteinheit(z. B. Gulden, in Osterreich ) lebt dann fort — aber es ist nichtmöglich, dafür eine technische Definition zu geben (etwa: Guldenist der 45. Teil eines Pfundes Silber), denn es ist jedem Be-obachter klar, daß hierdurch zwar ein Gulden, aber nicht der-jenige Gulden definiert wird, in welchem man zahlt; sondernderjenige, in welchem man nicht zahlt. Es soll aber doch dieEinheit des üblichen Zahlungsmittels definiert werden — und diesist in unserm Falle dem Metallisten unmöglich.
Hier sind wir an dem Punkte angelangt, wo sich die Geisterscheiden. So lange Autometallismus herrscht, kann man dietechnische Definition der Werteinheit ruhig annehmen, wenigstenswenn das einmal gewählte Metall beibehalten wird. Alle Laien sindaber im geheimen, und unbewußt, der Ansicht, wir hätten auch heutenoch Autometallismus, nur leise abgeändert und bequem gemachtdurch Münzprägung. Daher die ganz ungeheuere Verbreitung derAnsicht, man könne die Werteinheit als Metellmenge definieren.
Der natürliche Mensch ist Metallist ; der theoretische Mensch