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Besonders ist in meiner Erinnernng haften geblieben, mitwelcher Bitterkeit er über das vom ersten Napoleon herrührendeInternat der öffentlichen französischen Erziehungsanstalten sprach.Er war in solch einem Lyceum aufgewachsen und beteuerte, daßer in dieser Zeit dank der groben, kasernenmäßigen Hausordnungtief unglücklich gewesen wäre.
Der beste der von ihm verfaßten Romane heißt „gtsllg, etVg.u68«g." und behandelt die bekannte Doppelliebesgeschichte desberühmten Swift. Aus der wirklich geistvoll verarbeiteten Schil-derung dieser eigentümlichen Abenteuer wurde auch von ihremAutor unter Collaboration des Freundes Ulbach ein Drama „I^säoxsrl lis 8t. gemacht, das im Odeon-Theater zur Auf-
führung kam. Der Titel ward gewählt um den Namen Swift,der für unaussprechbar angesehen ward, zu vermeiden. Ich hattedas Unglück der ersten Ausführung des Stücks in einer Loge mitUlbachs Frau beizuwohnen. Es war ein vollkommenes Fiasko!Und nun kann man sich denken, welch ein Vergnügen es war,der ans das gerade Gegenteil vorbereiteten Ehehälfte des einenMitverfassers in diesen beklommenen Stunden zu assistieren! Niemehr hab ich mich in eine ähnliche Gefahr begeben.
Anfangs 1863 fing der bis dahin, wie geschildert, scheinbarnoch jugendliche de Wailly zu kränkeln an; es war merkwürdig,wie rasch das so lauge im Rückstand gebliebene Alter seine ver-lorene Zeit einholte. Nach wenigen Monaten rapiden Verfallesstarb er an einem Nierenleiden.
Um diesen engsten Kreis, der sich ans den Ehepaaren Ulbach,Arago, Szarvady, mir und meiner Frau nebst den unverheiratetenOppenheim , Lanfrey, de Wailly (letzterer war zwar verheiratet,lebte aber nicht mit seiner Frau) zusammensetzte, scharten sichnoch viele weniger regelmäßig erscheinende Männer und Frauen.
Ich mnß hier noch nachholen und wieder daran erinnern,was zur Orientierung über Szarvady zu sagen ist. Er waretwa gleichaltrig mit mir, als geborener Ungar, in seinem Vater-land aufgewachsen, in die Erhebung des Jahres 1848 mit ein-getreten, und im Jahre 1849 ging er mit Aufträgen Kossnthsnach Paris , wo er, als Teleki Gesandter Kossuths daselbst wurde,bei diesem als Sekretär eintrat. Nach der Niederlage Ungarns