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Nassau: Die Bulle sollen wir bekannt geben unddie Gebannten obendrein ächten: Luther mit allenseinen Anhängern und Schützern.
Chiövrrs: Viel verlangt!
Nalsau: Und binnen eines Jahres an allen dieExekution vollziehen.
Ehisvres: Die Kerle sind toll, he — he!
IlllislNN Und das ist oondioio siirs izns. nou,.
Chisvres: Hm! — Schlimm!
Nassau: Und gerade jetzt brauchen wir den Papst.Der Herzog von Bouillon ist mit französischenHilfstruppen in Luxenburg eingerückt.
Chisurrs: Da haben wir den Krieg.
Nassau: Und in Toulon liegen die Schiffe segel-fertig für Neapel . — Wenn der Papst uns im Stichläßt, ist alles verloren. Wir bringen kaum die Truppenfür einen Kriegsschauplatz auf.
Lhisvrrs: Schlimm! — Schlimm!--Da wird
man den Augustiner wohl aufgeben müssen. —
Schade!--Wann erhieltet Ihr die Nachrichten
aus Luxemburg?
Nassau: Vor zwei Stunden.
Chisvrrs: Mit ihm hätten wir den Papst noch lange
im Schach halten können. — Schade!--Ihr
wartet wohl auf den Kaiser?
Nassau: Ja. — Wie er's wohl aufnehmen wird?— Wenn's nur der Mönch wäre! — Aber alle dieFürsten und Herren, die zu ihm stehen! Das giebtnoch offenen Krieg im Reiche selbst! — Und der Kaiserselber ist unberechenbar. Ich sprach ihm heute Morgenvon den politischen Gefahren, welche Luther's Sacheim Innern des Reiches für uns birgt, — — von denfanatischen Tollköpfen, die mit Mord und Branv alleOrdnung über den Haufen schmeißen wollen. Wie ichihm da, um meine Worte zu bekräftigen, ein paar Stellen
aus den Brandschriften des Hütten vorlese--denkt
Euch, was er sagte?!
ClMvres: Nun?