Helfe» (zu ?rier, der regungslos angedonnert dasteht!)Laßt Ihr's auf Euch sitzen?
Ferdinand: Um alles in der Welt, ihr Herren —
Trier: Wenn wir nicht hier wären, im Angesicht
so vieler Fürsten ---und des Kaisers Bruder —!
Das hält mich zurück! — Wenn wir nicht — Aberich — — ich verschiebe die Genugthuung — auf —auf gelegenere Zeit!
Helfen (halblaut, sein Schwert in die Scheide stoßend:)Feigling!
psill) lein unterdrückter Ausruf:! Der Kaiser!
^Kaiser Karl V. ist mit Gefolge nnd Hellebardieren aufge-treten. Alle blicken ans und bilden einen Durchgang. Sie ver-neigen sich tief. Hütten grüßt höflich, doch nicht so untcrlhänigwie die andern.
Ällt'l (schreitet stolz die Hälfte der Reihe ab, bleibt dannstehen und läßt seinen Blick übev die Anwesenden stiegen. AufHütten, der den Kaiser frei ansieht, haften seine Angen tast wohl-gefällig. Tann spricht er in etwas stolzem Tvn:j Was ist
hier vorgefallen? Ich sah entblößte Schwerter. —(Stillschweigen:) Landgraf, Ihr hattet das Schwert ge-zogen. Steht mir Rede!
Helfen: Der Churfürst von Trier wurde schwerbeleidigt und in ihm wir alle.
Karl: Wer ist der Beleidiger?
Karl: Hütten? — Wer ist Hütten?
Hntten (hervortretend:) Majestät, ich bin Ulrich von
Äarl: Ihr?! — (kalt und stolz zu allen:) Ich ersucheeuch, ihr Herren, wenigstens während unserer Anwesen-heit und der Zeit des Reichstages Frieden zu halten.(Mit seinem Gefolge die Treppe hinauf ab.)
Trier : (leise:) Unerhört! — Kein Wort des Miß-fallens gegen ihn!
Helfen: (spöttisch zu Hütten:) Ihr steht hoch in desKaisers Gunst.
(Hutteu achtet nicht auf Hessen . Er schreitet mit den Ritternder treppe zu.)