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Ulrich von Hutten
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Trier (beunruhigt:) Hat Nassau Anhaltspunkte fürseine Befürchtungen?

Eck: Er schreibt nichts! Hier lest selbst! (gibt ihmden Brief.

Trier (liest; dann:) Er schreibt nichts!--Also

morgen habe ich ein par tausend Dukaten! Ihrseid entlassen!

(Eck mit einer Verbeugung ab.)

Trier (geht nachdenklich auf und ab: sich vor die Stirnschlagend ) Dumme Grillen! (seine Züge hellen sich allmäh-lich auf.) Unbegreiflich blind! Erst solgt er meinerEinladung, liefert sein Weib in meine Hände, und dann

-- Unbegreiflich blind ! (er tritt zum Thürvvrhcmg

und schlägt ihn zurück: fast erschrocken:) Margarethe!Du bist hier! (bewuudernd:) Wie gut die blaueSeide dich kleidet!

(Er tritt in das andere Zimmer. Tas Folgende spielt hinterder Bühne. Mau hört zuerst einige unverständliche scharf ge-flüsterte Worte. Geräusch.)

Margarethe 11. Lergen: Richard, laß mich!Was willst Du? (wild:) Laß mich, sag ich Dir!Fort! Fort aus meinen Augen! Ich hasse Dich!

Trier (schmeichelnd:) Du mich hassen, Taubchen!Das sagst Du mir

Margarethe: Ich rufe!

Trier : Was ist mit Dir?

Margarethe: Ich mag Dich nicht sehen! Über-drüssig bin ick) Deiner! Du ekelst mich an. Fort ausmeinen Augen! (lauter:! Aus meinen Augen!Tu gehst nicht? So gehe ich.

Trier : Halt! Du darfst nicht hinaus!

Margarethe: Hier vertrittst Du mir den Weg

nicht! (stürzt durch den Thürvorhang auf die Bühne.)

Rudolf (hinter der Bühne:) Die Äbte warten imAudienzzimmer.

Trier (ins vordere Zimmer trctcud:) Ich komme!Margarethe! (besinnt sich nnd geht:)

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