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Silinngrin Übergebt mir die Schlüssel der Abtei!
— Ihr seid mein Gefangener — vorerst!
Mt (zitternd Wer seid Ihr, gnädigster Herr? —Ich kann---ich darf--
ÄlKillgein Ich bin Franz von Sickingen , Viel-leicht habt Ihr meinen Namen schon einmal nennenhören,
Mt: Jesns — Maria!
Sickillgtll i Fort! Holt mir die Schlüssel! — Zweivon Ench Hanptleuten begleiten ihn!
(Der Abt mit zwei Hauptleuten ab,)
Hnttcil'. Ich brenne vor Ungeduld!
SicKillgen: Hier haben wir gleich ein Ende gemacht,
— Es ist nur der Sicherheit wegen. Es liegt vielGetreide hier, fast die ganze Ernte des Landes. Könnt'ja sein, daß wir länger in der Gegend sitzen müssen,und wenn der Vogel nichts zu fressen hat, verhungerter. — (zu den Hmiptleutein) Wo ist der Schwarz?Schon seit einer halben Stunde ist er mir aus denAugen.
1. Hanptmailiu Der Schwarz? — Weiß derTeufel! — Auch den Brenner hab' ich lang nichtmehr gesehen.
2. Hailptmanil. Ein paar Flintenschüsse vor derAbtei hat er sich mit seinen Reitern ans die Seite ge-drückt. Der führt wieder was besonderes im Sinn!
3. Hailptmanil: Wenn's mir recht ist: Der Ärennersteckt bei ihm. Wenn die zwei beisammen sind, Heckensie einen Streich aus. .
Sickiilgeu (ärgerlich-) Es ist keine Zucht in denLeuten! Heute thut's not, daß wir eng beisammenbleiben. Alles muß auf einen Schlag gelingen. Ichhabe streng befohlen, daß sich keiner vom Zuge trennt.
— In den Dörfern haben sie Sturm geläutet undHeerhaufen sind zu uns gestoßen. Was sind das fürLeute?