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Ulrich von Hutten
Seite
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III. Auftritt,

Schloß Bergen in Franken,

Ein freundliches Zimmer. In einer Fensternische nus einerErhöhung sitzt Margarethe von Bergen, mit einer ange-fangenen Stickerei beschäftigt, Zn ihren Füßen Maria.

Maniarrthe: Stels auf, armes Mädchen!Maria: Könnt Ihr mir verzeihen, gnädige Herrin?

— So lange habe ich die Schuld auf meinem Herzenherumgetragen,--aber einmal muß es heraus. —

Maraartthc: Ich kann Dir verzeihen, denn ich binein Weib', Maria. — Ich verzeihe Dir, weil ich DeinenFehltritt begreife. Du bist jung und heiß — — —,Steh auf! Schicke mir Uli!

Maria (ergreist ihre Hand und küßt sie:) Wie kann ichEuch danken!

Margarethe: Sprich nie mehr darüber! — Schickemir Uli!

(Marin ab.)

Marnarrthe (halblaut-) Sonderbar! Die alten Be-griffe haben starke Wurzeln! — Was liegt mir anihm, was an unserer Ehe?! — Und doch hat mich ihrBekenntnis verletzt! — Pa! Es ist gut so! Wir sindguitt, Herr Gemahl! Keines hat dem andern etwasvorzuwerfen noch zu verzeihen!

Marin (meldet:) Ein Bube wünscht Euch zu sprechen.

Margarethe: Ein Bube? — Laß ihn vor! (Maria ab.)

— Wir haben heute den zweiten Sonntag im September.Ich errate die Botschaft.

(Ein Bube tritt auf.)

Maraaretht: Deine Votschaft?öulit: Der Churfürst von Trier — in einerhalben Stunde — (stockn)

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