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Ulrich von Hutten
Place and Date of Creation
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110
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rechten Geist gebe. — Mich Vernunft lehren! Das ist —

(es blitzt und donnert Ycstig: Crispinu-5 unterbricht sich nndbekreuzigt sich unter unverständlichem Gemurmel.)

Mltt'tiiins: Denk' doch, wie's dem Menschen draußenzu Mute sein muß!

Crispiiiusl Du verstehst nichts! Das ist derLeib hastige, der au's Thor klopft; er geht um insolchen Nächten.

Martiiiilsi Das ist Aberglaube. Laßt die Ängst-lichkeit und seid christlich!

CrispilttlS (erbost:) Aberglaube! Aberglaube! —Du Ketzer! — Fort, in Deine Kammer! Wache undbete! Der böse Geist kommt über Dich.

Mnrtimis (zum Pförtner:) Offne dem Armen! Ichnehm'S aus mich!

Crispiiius (wild:) Was?! — Offnen?! — Ich willDich Ehrfurcht lehren vor grauen Brüderu wie mir!

— Fort! Und wage es nie mehr, mir zu trotzen, Du

— Tu —

Der Prior iisr während der letzten Worte aufgetreten undrasch nach dem Hintergrund zu den Streitenden geeilt:) Friede,Brüder! — Was streitet Ihr? — Geht in Eure Zellen;es ist schon spät in der Nacht!

Martinus: Ein Fremder begehrt Einlaß.

Crispiiius' Ich duldete nicht, daß man in einersolchen Nacht —

Prior- Ein Fremder draußen, und Ihr laßt ihnnicht ein? — Öffnet ihm! (der Pförtner und Martinus ab.>Prior. Wozu der Zank?!

Crispinns: Ist das ein ehrlicher Christ, der in dieserNacht sich draußen herumtreibt?

Prior: Warum sollte er es nicht sein, BruderCrispinus?

Crispinns >eifrig.-) Den Teusel hat er im Leib, sag'ich Euch, und er kommt, uns zu versuchen.