preise stellt damit in engem Zusammenhang. Man kann ruhigzugeben, dass ein plötzlicher und wesentlicher Valutarückgangvorübergehend dem Exporteur Gelegenheit giebt, beim Verkaufzu gleichen Weltmarktspreisen einen höheren Gewinn zu erzielen,oder bei gleichem Gewinn auf dem Weltmarkt billiger zu ver-kaufen.
Infolge des kausalen Zusammenhanges zwischen geringenExporten und Valutaverschlechterung, starken Exporten undsteigender Valuta tritt aber für die Exporteure die Möglichkeit,die Weltmarktspreise vermöge ihrer sinkenden Valuta zu drücken,nur dann ein, wann sie es nicht nötig haben, schlecht zu ver-kaufen, und wann selbst eine selbstmörderische böse Absicht, diePreise unnötigerweise zu verschlechtern, aus Mangel an dem ge-nügenden Getreidequantum kaum ausgeführt werden könnte.
Bei einer guten Ernte kann wohl der Überfiuss an Getreidezu einem Preisdruck führen, aber ihr Einfluss auf die schwankendeValuta äussert sich in einem Steigen derselben. Dadurch werdendie Exporteure zur Erzielung ihres normalen Gewinnes gezwungen,auf höhere Weltmarktspreise zu halten, als wenn sie es mit einerfesten Valuta zu thun hätten.
Kurz zusammengefasst: Aus der schwankenden Valuta er-wächst im normalen Verlauf der Dinge den Getreideexportländernnur dann eine Ausfuhrbegünstigung, wenn sie davon keinen odernur einen geringen, jedenfalls für die Weltmarktspreise und dieLandwirtschaft der Goldwährungsländer unschädlichen Gebrauchmachen können. Haben sie dagegen grosse Massen für den Ex-port zur Verfügung, so wird ihnen die Konkurrenz durch dasgleichzeitige Steigen ihrer Valuta eher erschwert.
Die AVirkung auf die Inlandspreise wird am drastischstendurch die Vorgänge in der zweiten Hälfte des Jahres 1888 und
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im Jahre 1891 verdeutlicht.
Dort wurde die Übertragung kräftig steigender Weltmarkts-preiso auf Russland durch das gleichzeitig stärkere Steigen desPubelkurses verhindert; hier wurden die Teuerungspreise desWeltmarkts für Russland durch einen Rückgang des Rubelkursesnoch verschärft.
Auf alle Fälle ist also eine schwankende Valuta für dieLandwirtschaft und den Exporthandel, mitunter auch für dieBrotkonsumenten des von ihr betrolfenen Landes, weit grösser einer