Beweise für das Vorkommen des Rattening in König Aelfred’sZeiten; wohl aber fand ich, dass Rattening das Executionsmittel allerZünfte war, der englischen wie der continentalen. Die Zunft be-trachtete sich als Gläubiger und pfändete in der angegebenen Weiseihre Mitglieder, bis diese ihre Pflichten erfüllten. In Deutschland nannte man dieses Rattening „Handwerklegen“. Ein derartigesPfändungsrecht des Gläubigers gegen seinen Schuldner findet sichferner in den ältesten Gesetzen aller germanischen Stämme. Diesnun hob ich gegenüber dem maasslos übertriebenen Spectakel, derwegen des Rattening von den den Gewerkvereinen feindlichen Arbeit-gebern, die noch dazu selbst etwas Aehnliches (Arbeitergilden II. 261),allerdings unter gesetzlichem Schutze betrieben, hervor. Wenn abereine Erklärung ebenso viel ist wie eine Rechtfertigung, dann weheallen Criminalpsvchologen!
4. Nimmt Herr B. Anstoss, dass ich die Malthus ’sche Lehrerechtfertige. Was ich wirklich thue, ist, dass ich sie in beschränktemMaasse als richtig anerkenne, und diesen Fehler habe ich mit denmeisten wissenschaftlichen Nationalökonomen, mit Ausnahme vonBastiat und Carey, gemein. Wenn aber Herr B. weiter sagt, „icherwecke im Leser den Gedanken, dass wir einst auch Zeugungs-ämter haben müssen, welche die menschliche Reproduction plan-mässig in jedem einzelnen Falle von Gesellschaftswegen regeln, stattsie dem manchesternen Individualitätstrieb zu überlassen“, so istdieser Einfall so heiter, dass ich wohl begreife, dass ihn Herr B.selbst auf die Gefahr hin, sich einer Verläumdung schuldig zu machen,nicht an sich halten konnte. In Wirklichkeit nämlich erkläre ichmich „mit gewohnter Emphase“ gegen jegliche staatliche Beschrän-kung der Ehe (Arbeitergilden II. 172) und das Einzige, was ich fürnothwendig erkläre, ist, dass für die in der Industrie beschäftigtenArbeiter Verhältnisse geschaffen werden, welche, ähnlich wie daskleine Grundeigenthum auf die vom Ackerbau Lebenden wirkend,jeden Einzelnen von selbst die Nothwendigkeit eines vernünftigenVerhaltens in Bezug auf die Ehe erkennen lassen und ihn zu ent-sprechendem Verhalten bewegen. Herr B. lässt mich also das meinenwirklichen Anführungen direct Entgegengesetzte sagen, ebenso wieer an anderer Stelle (S. 182) mich als Bekenner einer Richtung an-führt, welche „die Arbeiter nicht mehr nach Verschiedenheit derLeistungen will ‘ernten lassen, sondern vielfach begehrt, entwederdass der Fleissige, Starke und Fähige nicht mehr schaffe als der