III
-und Landsitzen und grossen Häusern und überströmendem Luxusbis zur Lage der grossen Masse des Volkes, welche kein Eigenthumhaben, und von denen allezeit zu viele am Abgrund der Armuthsich befinden. Wir Alle wissen sehr gut, wie sehr wir durch dieunmittelbaren Verhältnisse, die uns umgeben, beeinflusst werden. DieReichen finden alles gerecht was ihnen beliebt. Das Land bedarfkeiner Reform. Es giebt kein Land in der Welt, das für reicheLeute so angenehm ist wie dieses. Aber ich leugne vollständig,dass die Reichen allein geeignet sind, für die Armen Gesetze zumachen, ebensowenig wie die Armen allein geeignet sein würden fürdie Reichen Gesetze zu machen. Meine ehrliche Ueberzeugung ist,dass wenn wir Alle berufen würden, Gesetze für Alle zu geben,Alle gerechter behandelt werden und glücklicher sein würden, alswir jetzt sind. Wir würden dann einen Durchschnitt haben; wirwürden den Einfluss haben von Reichthum und hoher Cultur undjenen Eigenschaften, die von der Müsse kommen, und den Einflussjener kräftigen Eigenschaften, welche von Emsigkeit kommen undvon der Arbeit.
Nehmen wir, ohne für diesen oder jenen besonderen Reform-vorschlag zu plaidiren, nun an, dass wir eine weitere Million zu denbestehenden Wählerschaften hinzufügen könnten, was würde das Re-sultat sein? Wir würden die Wählerschaften modificiren. Statt dassdas Volk auf den Wahlplatz bei der Ernennung der Candidatenkäme und für diesen oder jenen Candidaten die Hand aufhöbe und- meistentheils bei der Wahl selbst keine Macht hätte, würden die Be-
wohner der Stadt eine viel grössere Macht haben als sie jetzt haben.Die Wählerschaft .würde weniger als jetzt der Beeinflussung offen sein;Majoritäten auf der einen oder der anderen Seite würden grösser undweniger der Bestechung zugänglich sein; und wir würden Mitgliederhaben, deren Meinungen und Verhalten durch diese, Infusion neuenund frischen Bluts in die Wählerschaften, welche sie zum Parlamentsenden, modificirt werden würden. Wir würden ferner Folgendeserreichen — wir würden die Reichen und Grossen mehr in Be-rührung mit dem Volke bringen, und in eine bessere Bekanntschaftmit den menschlichen Bedürfnissen und mit den Nothständen und Ge-fühlen ihrer Landsleute. Was würde weiter geschehen? Ich wagedies zu behaupten, dass das Parlament alsdann das Volk nicht ver-unglimpfen und verleumden würde, wie es jetzt thut. Noch auchwürde es in wahnsinniges Bravo ausbrechen, wenn seine Landsleutein scheusslichen und gehässigen Farben geschildert werden. Wahr-scheinlich würde man dessen, was ich die Botany Bay Anschauung*)jp meiner Landsleute nenne, los werden und wir würden auf mehr Sinn
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*) Dies bezieht sich auf Lowe , der lange Zeit in Australien lebte undin den Debatten über die Parlamentsreform sich als heftiger Gegner und als.grosser Verächter der arbeitenden Klassen zeigte.