sehe Regierung heranzutreten, um sie zu veranlassen,in Gemäßheit unserer Beschlüsse vom 15. Juli undauf Grundlage des Absatz 9 des Statuts die für dieBildung der albanischen Gendarmerie benötigtenOffiziere zu liefern und namhaft zu machen.
Ob es unter diesen Umständen noch gelingen wird,vor Schluß unserer Sitzungen die südalbanische Grenz-frage und die Inselfrage zu erledigen, erscheint mirüberaus zweifelhaft. Lichnowsky.
AN DAS AUSWÄRTIGE AMT London , 28. 7. 1913
S ir E. Grey sagte mir, er wolle außer der morgigennoch eine letzte Sitzung voraussichtlich am Freitagabhalten und alsdann die Sitzungen nicht schließen,sondern vertagen, schon um nicht den Eindruck her-vorzurufen, als seien unsere Beratungen an der Un-einigkeit der Mächte gescheitert. Ob freilich die Bot-schafterberatungen im Herbst oder Winter wiederstattfinden werden, vermag er augenblicklich nicht zuübersehen. Er hofft, daß es wenigstens möglich seinwird, vor der Vertagung das albanische Statut unddie Südgrenze Albaniens zu erledigen. Zu weiterenBeratungen hat der Minister augenblicklich schonwegen der neuen Lage auf dem Balkan keine Lustmehr und beabsichtigt, noch nächste Woche auf dasLand überzusiedeln und in der ersten Zeit noch ge-legentlich auf einige Tage zurückzukehren.
Lichnowsky.
B ei der heutigen Sitzung wurde zunächst die öster-reichische Fassung des Alinea 7 des albanischenStatuts „indigene existence" angenommen und die