erkennt sie an, daß die Nutznießung der den Minder-heiten zugestandenen Freiheiten den allgemeinen, aufalle serbischen und montenegrinischen Staatsan-gehörigen anwendbaren Rechten nachgeordnet ist."
Ferner wurde auf Vorschlag meines österreichisch-ungarischen Kollegen die Frage der Räumung alba-nischen Gebietes durch die serbischen Truppen be-sprochen. Im Zusammenhang damit wurde gemäßfrüherer Vereinbarung die den Serben mit Bezug aufihre Adriabahn zu machende schriftliche Erklärungbestätigt.
Nachfolgend der gefaßte Beschluß:
„Sir Edward Grey schlägt vor, die serbische Re-gierung durch die Vertreter der Mächte dringlich anihre Verpflichtung erinnern zu lassen, unverzüglichdas albanische Gebiet zu räumen und die Bestimmungder Nord- und Nordostgrenze Albaniens zu achten,wie sie von den Mächten festgelegt und der serbischenRegierung am 15. April 1913 mitgeteilt wurde.
Gleichzeitig sollen die Vertreter der Mächte dieVerpflichtung der Mächte betreffs der Eisenbahn unddes Zugangs für den Handel zur Adria gemäß der Er-klärung der Versammlung vom 1. Juli und der dieseErklärung erläuternden Denkschrift vom gleichenDatum erneuern und schriftlich bestätigen."
Schließlich wurde auch noch auf Anregung desHerrn Cambon die Frage der montenegrinischen An-leihe besprochen, und zwar in Hinblick auf die Mit-teilung der montenegrinischen Regierung, nachwelcher die Räumung albanischen Gebietes be-reits erfolgt ist. Ich hielt es nicht für zweckmäßig,nochmals auf den Gedanken zurückzukommen, daß eswünschenswert sei, die Anleihe mit der Bojana- undSkutariseeregelungsfrage zu verquicken, da ich vor-aussah, daß hierfür keine Stimmung vorhanden wäre.
3 Lichnowsky II
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