zur Räumung Adrianopels zu veranlassen, und mit derGesamtheit aller anderen schließlich zu regelndenFragen der Entscheidung der Mächte Vorbehaltenbleiben sollten. Gleichzeitig sei die Türkei auf-zufordern, den Vereinbarungen des Vertrags vonLausanne gerecht zu werden. Diese Anregung fandkeinen Widerspruch, obwohl Herr Cambon und GrafBenckendorff hervorhoben, daß ihre Regierungen inden Anschluß von Koriza an Albanien nur dann ein-willigen wollten, wenn alle Inseln außer Imbros,Tenedos und Thasos an Griechenland kämen. Sir E.Grey hat meiner Anregung, wie im nachstehendenText ersichtlich, Rechnung getragen.
„Sir Edward Grey drückt die Meinung aus, daßeine Einigung über die folgenden Punkte Zustande-kommen könnte:
1. Eine internationale Kommission führt die Fest-setzung der südlichen und südöstlichen Grenze Al-baniens aus, mit Anweisung, Koriza, Stylos und dieInsel Sasseno Albanien zu lassen.
2. Neutralisierung des Kanals von Korfu.
3. Griechenland bleibt unter gewissen Neutralitäts-bedingungen im Besitz der von einer griechischen Be-völkerungsmehrheit bewohnten und von hellenischenStreitkräften besetzten Inseln, mit Ausnahme vonTenedos, Imbros und Thasos.
4. Italien erklärt, daß, sobald gemäß Artikel 2 desVertrages von Lausanne die ottomanischen Truppenund die ottomanische Artillerie die Cyrenaica ver-lassen haben, es die von ihm besetzten Inseln räumenund sie der Türkei zurückgeben wird.
5. Bei der endgültigen Regelung entscheiden dieMächte über das Schicksal dieser Inseln.
Fürst Lichnowsky regt als persönliche Meinung an,die Frage der der Türkei zurückzugebenden Inseln
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