Druckschrift 
2 (1927)
Entstehung
Seite
41
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werden solle. Nach der Ansicht Graf Benckendorffskönnten die Vertreter der Mächte in Cetinje mitdiesen Verhandlungen beauftragt werden. Die Ver-sammlung erhebt gegen dieses Verfahren keinen Ein-spruch."

Ich bemerkte, daß unserer Ansicht nach auch diesefinanzielle Frage vor die Pariser Kommission gehört,die sich allerdings vorläufig vertagt habe, daß aber,da das Wiener und römische Kabinett über obigenModus einig seien, ich demselben nicht widersprechenwolle.

Hierauf erklärte Sir E. Grey, daß er nur nochnächste Woche Sitzungen abhalten könne und am 12.oder 13. im Parlament vor Schluß desselben eine Er-klärung abgeben müsse über unsere bisherige Tätig-keit. Er hoffe aber, daß das Entgegenkommen der Re-gierungen es uns ermöglichen würde, die südlichealbanische Grenzfrage und die Inselfrage bis dahin zuerledigen. Der Minister entwickelte hierauf die weiterunten angeführten Gesichtspunkte als Grundlage einerVerständigung. Er hob hervor, daß von Anfang an dieMeinung bestanden habe, Griechenland solle alleInseln erhalten, falls es auf Stylos und Koriza ver-zichten müsse.

Die Weigerung Italiens , die besetzten Inseln be-dingungslos herzugeben, erschwere eine Ver-ständigung. Marquis Imperiali erklärte hierauf, daßItalien die Inseln nicht behalten wolle, sondern nachErfüllung der Bedingungen des Friedens von Lausanne sie an die Türkei zurückgeben werde.

Gleich zu Anfang der Sitzung hatte ich als per-sönliche Ansicht angeregt, einen Ausweg dadurch zufinden, daß die italienischen Inseln zusammen mitgewissen anderen der Türkei zu gewährenden Vor-teilen dazu benutzt werden sollten, um die Türken