mir sagt, in Wien entschlossen, darauf zu drängen,daß unter allen Umständen die Abgrenzung erledigtwerde. Letzteres ist aber wiederum ohne Regelungder Inselfrage nicht möglich.
Es würde sich vielleicht empfehlen, um einScheitern unserer Beratungen zu verhindern, in Rom darauf hinzuwirken, den Sir E. Greyschen Vorschlagunter der Bedingung anzunehmen, daß die von Italien besetzten Inseln in den allgemeinen Handel mit ein-gezogen würden. Gegen Räumung Adrianopels könn-ten der Türkei die italienischen Inseln zugesprochenwerden mit der Maßgabe, daß sie verpflichtet sei,gleichzeitig dem Lausannevertrag gemäß sich ausAfrika zurückzuziehen.
Ich werde versuchen, in diesem Sinne mit Sir E.Grey und Marquis Imperial! zu sprechen, um zu ver-hindern, daß alles bisher Vereinbarte ins Wanken ge-rät, und daß das hier und in Paris gegen die italieni-schen Absichten bestehende Mißtrauen sich nochweiter verschärft. Lichnowsky.
AN DAS AUSWÄRTIGE AMT London , 1. 8. 1913
B ei der heutigen Sitzung wurde zunächst mit Rück-sicht auf die Weigerung Schwedens , die albanischeGendarmerie zu stellen, beschlossen, sich an nach-stehende Staaten in angegebener Reihenfolge zuwenden: 1. Holland, 2. Dänemark, 3. Schweiz .
Hierauf wurde auf Anregung des Grafen Mensdorffbezüglich der Montenegro zu gewährenden Vorteileder nachstehende Beschluß gefaßt:
„Graf Mensdorff sagt, seine Regierung wünsche zuwissen, wo das Abkommen über die Montenegro zugewährende finanzielle Hilfe zwischen den Mächtenund der montenegrinischen Regierung besprochen
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