Woche, will er eine Erklärung dahin abgeben, daß ernach Erledigung unseres Programms unsere Be-ratungen vertagt habe, um sie, falls nötig, im Spät-herbst wieder aufzunehmen. Er selbst will dann Lon-don endgültig verlassen und erst nach Mitte Oktoberzurückkehren.
Meine Frage, ob er beabsichtige, die endgültigeRegelung der Balkanfrage durch die hiesigen Bot-schafter vornehmen zu lassen, verneinte er mit demHinweis auf die Möglichkeit, diesen Fragen durchdirekten Meinungsaustausch zwischen den Mächtenzu erledigen. Lichnowsky.
AN DAS AUSWÄRTIGE AMT London , 31. 7. 1913
ie ich soeben erfahre, hat Marquis Imperiali, den
W Sir E. Grey nach mir empfing, um ihm eine ent-sprechende Mitteilung zu machen, in großer Erregungerklärt, für Italien sei der Gedanke unannehmbar,Inseln zu räumen, ehe nicht die Türkei ihre imFrieden von Lausanne eingegangenen Verpflichtungenerfüllt und Cyrenaica geräumt habe. Sir E. Grey hathierauf erwidert, dies könne sich sehr in die Längeziehen wie die meisten türkischen Vertagsverpflich-tungen; es sei nicht angängig, darauf zu warten. Unterdiesen Umständen, und da mein italienischer Kollegeerst Anweisungen aus Rom erhalten muß, wird esnicht möglich sein, schon morgen diese Frage zu er-örtern. Es besteht jedoch die Gefahr, daß durch dieseneue Schwierigkeit das ganze Ergebnis unserer Be-ratungen in Frage gestellt wird. Sollten wir bis zumSchluß der Beratungen, also bis spätestens MitteAugust, nicht die Grenzfrage geregelt haben, sodürfte auch das Statut, die Gendarmerie und allesübrige gefährdet sein. Man ist, wie Graf Mensdorff