Druckschrift 
2 (1927)
Entstehung
Seite
38
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kanstaaten mit nachträglicher Zustimmung der Mächteeine Einigung herbeizuführen sei, an Griechenland fallen. Voraussetzung für die Zustimmung zu dieserVereinbarung, welche die von Italien besetzten Inselnaußer Betracht ließe, sei jedoch, daß letztere vonItalien gleichzeitig mit der Abtretung von Koriza undStylos an Albanien an die Türkei ohne Rücksicht aufetwa unerfüllte Bedingungen des Vertrages von Lau-sanne zurückerstattet würden. Er gab mir zu ver-stehen, daß England und Frankreich nur unter dieserBedingung ihre Zustimmung zu der den WünschenItaliens und Österreichs entsprechenden AbgrenzungSüdalbaniens erteilen würden. Italien habe so oftseinen Standpunkt in der Frage der von ihm besetztenInseln gewechselt, daß es dadurch das Mißtrauenanderer Mächte erregt habe, die meinen, es werdeüberhaupt nicht mehr Inseln räumen.

Ich entgegnete, daß von unserm Standpunkt gegendiesen Plan kaum etwas einzuwenden sei. Wir wolltenzwar den Standpunkt unseres Verbündeten insoweitunterstützen, als er Inseln, die er kraft besonderenVertrags besetzt habe, nicht in den allgemeinen Handelmit einbeziehen wollte. Wir können uns ebensowenigdem italienischen Wunsch widersetzen, die be-treffenden Inseln der Türkei zurückzuerstatten, undmüßten uns an die wiederholte Versicherung der italie-nischen Regierung halten, daß sie nicht beabsichtige,die Inseln an sich zu reißen. Lichnowsky.

AN DAS AUSWÄRTIGE AMT London , 31. 7. 1913

S ir E. Grey beabsichtigt, nächste Woche nochBotschaftersitzungen abzuhalten, um die süd-albanische und die Inselfrage zu beendigen. VorSchluß des Parlaments aber, also Anfang übernächster