österreichischen Bedingungen für die Beteiligung ander internationalen Kommission zur Abgrenzung Süd-albaniens zur Annahme. Damit ist die albanische Frageerledigt, soweit die Mitwirkung der Botschafter-versammlung in Betracht kommt.
In der Inselfrage ist zwar keine völlige Einigungzwischen dem französischen und italienischen Stand-punkt erzielt worden, da die von Cambon in letzterSitzung befürwortete Fassung nicht den Beifall deritalienischen Regierung gefunden hat. Marquis Im-periali schlug den nachstehenden Wortlaut vor:
„Wenn gemäß dem ersten Teil der italienischenErklärung vom 5. August der Artikel 2 des Vertragesvon Lausanne gleicherweise von beiden vertrag-schließenden Teilen ausgeführt ist, werden die sechsGroßmächte einmütig über das künftige Schicksal derInseln des Dodekanes entscheiden unter Berücksich-tigung des Interesses Europas an der Unversehrtheitund Sicherheit der asiatischen Türkei .“
Mein italienischer Kollege erklärte sich aber bereit,den letzten Teil von ,,en tenant compte" ab fallen zulassen, wozu er anscheinend ermächtigt worden war.Cambon hofft, bis morgen mittag eine Antwort ausParis zu erhalten, außerdem hat Sir E. Grey nach-stehend einen Vermittlungsvorschlag in Anregung ge-bracht:
„Wenn . . ., werden sich die sechs Großmächteüber die Zuteilung des Dodekanes aussprechen undnach gemeinsamer Übereinkunft die Entscheidung indieser Hinsicht fällen."
Beide Botschafter hoffen auch noch vor der morgennachmittag zu erfolgenden Erklärung Sir E. Greys imParlament die Antwort ihrer Regierung zu besitzen.Sollte dies jedoch nicht der Fall sein, so wird SirE. Grey trotzdem seine Erklärung abgeben mit dem
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