daher letzten Endes sich nicht auf die passive Rolledes trauernden Hinterbliebenen würde beschränkenkönnen. Der britische Vertreter Herr Lamb vertrittdie Auffassung, wie ich vertraulich erfahre, daß dieEntsendung internationaler Truppen, und zwar ingrößerem Umfange etwa nach Art der chinesischenUnternehmung sich auf die Dauer nicht werde um-gehen lassen. Aber gerade diese Erinnerung an Chinaist es, die hier etwas abschreckend wirkt und der Re-gierung nicht gerade Lust macht, vor das Parlamentzu treten und vom britischen Volke Soldaten und Geldfür Zwecke zu verlangen, die dem eigentlichen briti-schen Interessengebiet vollkommen fernliegen. Mitder Entsendung einiger Soldaten aus Skutari sei wenigzu erreichen, meint man hier, und zu der Aus-schiffung einer größeren Streitmacht dürfte man sich,wenn überhaupt, erst entschließen, wenn alle übrigenMittel zur Erreichung geordneter Verhältnisse er-schöpft sind.
Als eins der geeignetsten Mittel, um die Stellungdes Fürsten zu befestigen und eine wirksame Ver-waltung zu ermöglichen, erscheint der hiesigen Re-gierung eine möglichst baldige Regelung der Anleiheund der mit ihr zusammenhängenden Bankfrage. Daßletztere bisher noch so wenig Fortschritte gemacht,glaubt man hier der Starrköpfigkeit der öster-reichischen Regierung zuschieben zu sollen, durch dieeine Einigung mit Frankreich verhindert wird. Auchneigt man hier dazu, dem Auftreten der öster-reichischen Agenten in Albanien , die nach hiesigerAuffasung ihre amtlichen Weisungen weit über-schritten hätten, einen großen Teil der Schuld an denmißlichen Zuständen zuzuschieben. Die Albanierwollten wohl von der Gesamtheit der Mächte, nichtaber von Österreich und Italien regiert werden. Im