rung auf das linke Sambesiufer sprechen konnten. Icherwähnte den geringen wirtschaftlichen Wert derAngolaenklave, die Minderwertigkeit des Hafens vonLoanda, nicht minder aber das Entgegenkommen, daswir der britischen Regierung durch unseren Verzichtauf Timor erwiesen hätten, da sonst aus diesem Teildes Vertrages für das Londoner Kabinett eine Quellevon Unbequemlichkeiten hätte entstehen können. DieHerren entgegneten, daß Timor für sie bedeutungslossei und auch sie darauf verzichteten. Ich wurde baldgewahr, daß ein längeres Verweilen bei dieser Fragedie beiden Minister nur verstimmt hätte, ohne daß dieAussicht bestand, auf diesem Wege irgend etwas zu-gunsten desjenigen Punktes zu erreichen, auf den esuns hauptsächlich ankommt, auf das Gebiet nördlichdes Sambesi .
Die Enklave in Angola , so erklärten sie, sei fürEngland durchaus nicht wertlos, schon weil sie dieAmbaccabahn enthalte und den Hafen von Loanda.Sie bilde außerdem den Zugang zum AtlantischenOzean für Nordrhodesia, Es sei unmöglich, auch nochauf den zweiten Zugang zum Meere, zum IndischenOzean, zu verzichten. Das strittige Gebiet solleBritisch-Nyassaland angegliedert werden, der Rest vonMosambique aber bekanntlich der südafrikanischenKolonie. Einen Vertrag im Sinne unserer letztenWünsche könne die Regierung nicht vor der Öffent-lichkeit vertreten. Bestünden wir auf dem Sambesi-dreieck, so sei die Angelegenheit gefallen; es sei denn,daß wir in die von Herrn von Kühlmann bereits ge-meldete Verlegung der südlichen Grenze der Angola-enklave nach Norden einwilligten, wodurch der nörd-liche Teil von Angola den Engländern erhalten bliebe.
Ich glaubte, im Sinne der mir erteilten Weisung zuhandeln, als ich ohne auf dieses letztere Angebot