Druckschrift 
2 (1927)
Entstehung
Seite
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näher einzugehen, und in der Überzeugung, daß einweiteres Verharren auf unseren Wünschen hinsicht-lich des Sambesidreiecks nicht nur die Angelegenheitzum Scheitern bringen, sondern auch eine gewisseVerstimmung bei der jetzigen Regierung gegen unszurücklassen würde, mich damit einverstanden er-klärte, daß die hiesige Regierung den Entwurf vonNoten ausarbeitet, in welchen der alte Vertrag samtden jetzigen Zusätzen zum Gegenstand eines neuenÜbereinkommens gemacht wird. Nach Eingang diesesEntwurfes werde ich nicht verfehlen, denselben zurKenntnisnahme Euerer Exzellenz zu bringen.

Was Säo Thome und Principe betrifft, so erklärtendie Minister, daß diese Inseln nicht in den bestehen-den Vertrag auf genommen werden dürften, da sie dieVerpflichtung der gemeinsamen Abwehr fremder Ein-griffe auf die genannten Inseln nicht ausgedehnt zusehen wünschten. Es genügt, meinten sie, eine Des-interessementerklärung von der britischen Regierungin einer besonderen Note, wofür wir unsererseits aufTimor verzichten sollten, was dann aus dem alten Ver-trage ausschiede.

Als eine weitere Bedingung, die sie alseine unumstößliche Voraussetzung zueinemneuen Vertrag bezeichneten, stell-ten die Minister die Veröffentlichung desgesamten Vertrages hin, und zwar sowohl ausGründen der inneren wie der äußeren Politik. Es seiunmöglich, meinten sie, den ferneren Anfragen überden Inhalt des Vertrages auf die Dauer auszuweichen.Der südafrikanischen Regierung habe man den Haupt-inhalt bereits mitteilen müssen, und die Geheimhaltungerschwere, wirtschaftliche Übergriffe der einen Nationin das Gebiet der anderen auf die Dauer zu verhindern.Auch läge ihm sehr viel daran, betonte Sir

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