meiner Berichterstattung hervorgeht, den nächstenWinter nicht als spätesten, sondern als frühesten Zeit-punkt ins Auge gefaßt, so daß für uns keineswegs einezwingende Verpflichtung in dieser Richtung besteht.Unter diesen Umständen erscheint es mir zweifelhaft,ob es sich empfehlen würde, noch auf einen dies-bezüglichen Notenwechsel zu bestehen. Die bereit-willige Zusicherung des Ministers, unseren Wünschenund Interessen Rechnung zu tragen, dürfte genügen,abgesehen von dem Umstand, daß die Unterzeichnungvorläufig noch nicht zu erfolgen braucht.
Sir Edward Grey ließ mir am selben Tage mit demabschriftlich beigefügten Schreiben den anliegenden,im Foreign Office festgestellten englischen Text zu-gehen.
Die deutsche Übersetzung ist mittlerweile einergründlichen Durcharbeitung unterzogen und mit demzuständigen Referenten im Foreign Office in un-verbindlicher Weise eingehend besprochen worden.Zwei Abschriften des verbesserten deutschen Textes,den die hiesige Regierung voraussichtlich auch amt-lich anerkennen würde, beehre ich mich beizufügen.
Lichnowsky,
AN DAS AUSWÄRTIGE AMT London , 13. 8. 1913
S oeben hat zwischen Sir E, Grey und mir Para-phierung portugiesischen Kolonialvertrags statt-gefunden. Ich habe hierbei nochmals hervorgehoben,daß deutsche Übersetzung vielleicht geringfügige Ände-rungen notwendig machen würde, die sich aber ledig-lich auf einzelne Worte beschränken würden, umeinen entsprechenden deutschen Ausdruck zu er-möglichen. Lichnowsky.
7 Lichnowsky ZI
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