Druckschrift 
2 (1927)
Entstehung
Seite
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das mühevolle Ergebnis einer zweijährigen Arbeit, dasden beiderseitigen Interessen weit mehr Rechnungtrage als der frühere Zustand, hinfällig würde. Überdie Frage der Veröffentlichung glaubte ich, würde sichvielleicht späterhin eine Verständigung erzielenlassen.

Mr. Harcourt entgegnete, er bedauere lebhaft, daßdie bei uns gegen den Windsor-Vertrag bestehendenBedenken die Erledigung der Angelegenheit bisherverzögert und einen Zustand der Unsicher-heit geschaffen hätten, der auf die Dauerunmöglich fortbestehen könne. Die briti-schen Unternehmer und Kapitalisten wüßten jetzt garnicht mehr, woran sie sind, denn niemand könne ihnenbestimmt sagen, welches die britische und welches diedeutsche Interessensphäre sei. Ein paraphierter Ver-trag sei so gut wie gar keiner und könne nicht alsGrundlage dienen, werde auch von einer neuen Re-gierung, falls die jetzige fallen sollte, nicht anerkanntwerden. Es seialsonurdieMöglichkeitvor-handen, entweder zu dem alten Vertragez u r ü c k z u k e h r e n und den neuen als un-gültig zu betrachten, oder aber den neuenmit dem W i n d s o r - V e r t r a g zusammen zuveröffentlichen. Der jetzige Zustandaber sei auf die Dauer wegen derdamit verbundenen Ungewißheit uner-träglich.

Hierzu möchte ich bemerken, daß auch ich nichtglaube, daß uns eine andere Wahl bleibt als die Ver-öffentlichung oder Rückkehr zum Vertrage 1898.Euerer Exzellenz ist es bekannt, daß ich mich derAuffassung nicht anzuschließen vermag, daß die Be-denken gegen den Windsor-Vertrag die Vorteile auf-zuwiegen vermögen, die sich aus dem neuen Vertrag

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