Druckschrift 
2 (1927)
Entstehung
Seite
158
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Edward Grey ) auf diese Tatsache hingewiesen worden,und ich habe, schon um zu verhindern, daß Sir EdwardGrey in seiner Aussprache mit den französischenStaatsmännern unter dem Einfluß der Meinung, daßunser Standpunkt sich verändert habe, den französi-schen Wünschen Vorschub leiste, von neuem erklärt,daß eine Wandlung unserer Anschauungen in keinerWeise Platz gegriffen habe.

Es ist von großer Wichtigkeit, daß hier nicht derVerdacht entsteht, als ob wir der britischen Regierunggegenüber es an der nötigen Aufrichtigkeit fehlenließen. Meine Stellung zu Sir Edward Grey würdeempfindlich darunter leiden, wenn er zu der Meinungkäme, daß er sich nicht auf meine Erklärungen ver-lassen kann. Ich möchte Sie daher bitten, Gwinneroder anderen Persönlichkeiten, die hier Fühlung haben,gelegentlich zu bedeuten, daß unsere Haltung sich inkeiner Weise verändert hat, und daß es daher bedenk-lich wäre, entgegenstehende Auffassungen zu be-günstigen.

Eigenhändige Nachschrift: Ich werde zu ver-hindern suchen, daß man mit dem naval holiday an unsherantritt, verhindern Sie aber, daß in Berlin über dieSache allzu viel geredet und geschimpft wird!

Lichnowsky.

AN DEN REICHSKANZLER VON BETHMANN HOLLWEG

London , 4, 7. 1913

ie ich auch von einem gut unterrichteten Ge-

W währsmann höre, hat Sir Edward Grey im Laufeeiner politischen Besprechung dem Präsidenten Poin-care und Herrn Pichon gegenüber besonders betont,daß er die Erhaltung der asiatischen Türkei als einesder wichtigsten Ziele seiner Politik ansehe, und von