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weitere deutsche Schiff würden zwei weitere eng-j lische Schiffe auf Stapel gelegt werden und allenfalls
j noch andere Schiffe, falls neue Entwicklungen im
' Mittelmeer stattfinden sollten. Hierzu kämen noch
außerdem die von den Kolonien gebauten Schiffe. Eswerde geplant, diese Schiffe in ein einheitliches Ge-schwader zusammenzuziehen und in Gibraltar zustationieren. Die Admiralität werde die Kolonien zuveranlassen suchen, Flottenstützpunkte anzulegen.Diese Entwicklungen würden auch nicht die von ihmvorgeschlagenen Flottenferien unmöglich machen. Einderartiger Vorschlag müßte natürlich auf ein bestimm-tes Jahr beschränkt bleiben. Für 1913 sei dies schonzu spät, aber wenn Deutschland sein Programm für1914 oder, falls dies zu früh sei, für 1915 aufhebenwolle, so brauche es dies nur zu sagen. Die Flotten-bauprogramme der anderen Mächte müßten natürlichauch berücksichtigt werden, aber dies dürfte wohl* keine unüberwindlichen Schwierigkeiten bieten. DenEinfluß, den es haben würde, wenn Deutschland undEngland im Interesse des Weltfriedens zusammen-gingen, wäre nicht so leicht zu überschätzen. Fallsein gegen diese unsinnige Verschwendung gerichteterVertrag zustandekäme und dann einen weiterennationalen Einfluß ausüben sollte, so wäre dies nurmit größter Freude zu begrüßen. England sei in derbesten Lage, diese Vorschläge zu machen, denn eshabe in den letzten Jahren gezeigt, daß es seineSuperiorität gegen jedermann zu behaupten wisse.
Mr. Winston Churchill ging dann zu der Be-sprechung einer Reihe von rein technischen Fragenüber. Er erwähnte dabei auch die geplante Bewaff-nung der größeren englischen Handelsschiffe, wobeidie Reeder ein großes Entgegenkommen gezeigthätten. Auch der Luftschiffahrt würde die größte Auf-
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