Ein für den englischen Schiffsbauplan wichtigesEreignis sei die Ablehnung der kanadischen Schiffs-bauvorlage durch den dortigen Senat seit seiner Pro-grammrede im März. Es sei aber durchaus imrichtig,anzunehmen, daß Kanadas Wunsch, an seiner eigenenund der Reichsverteidigung tätigen Anteil zu nehmen,damit tot sei. Äußerungen von Führern der Re-gierungs- sowie der Oppositionspartei ließen vielmehrerkennen, daß man gegenwärtig kein Recht habe, zuglauben, England werde die Last zukünftiger Rü-stungen allein und ohne Unterstützung Kanadas zutragen haben.
Die Regierung habe sich deshalb zu einer nur vor-läufigen Maßnahme entschlossen. Die durch den Aus-fall der kanadischen Schiffe geschaffene Lücke sollenicht durch eine Vermehrung der geplanten Neu-bauten, sondern durch Beschleunigung des Baus derbereits in das Programm eingestellten Schiffe aus-gefüllt werden. Deshalb sei der Bau von drei Schiffendie sonst erst am Ende des Jahres in Angriff ge-nommen worden wären, bereits jetzt in die Wege ge-leitet, und diese Schiffe würden, wenn alles ordnungs-mäßig gehe, im dritten Viertel des Jahres 1915 fertigsein. Sie würden in Abwesenheit von österreichischenoder italienischen Neubauten das Stärkeverhältnis imMittelmeer und auf der ganzen Welt voll wahren,das er im März für erforderlich erklärt habe. Freilichschaffe die Beschleunigung der Neubauten nur einezeitweise Aushilfe, aber ihr Ergebnis sei, daß für siebenoder acht Monate am Ende des Jahres 1915 und zuBeginn des Jahres 1916 derselbe Zustand erreichtwerde, der bei Annahme der kanadischen Schiffsbau-vorlage erzielt worden wäre. Im nächsten Jahre werdedie Lage in Kanada sich voraussichtlich geklärt haben,und er werde eher imstande sein, zu beurteilen, ob
184