reich uns nun zum zweiten Male durch die Waffenentreißt, niemals verschmerzen wird! Es muß sichaber sagen, daß die Schuld bei ihm selbst liegt, indemes zuließ, daß die nämliche Richtung, die uns dieElsässer entfremdet und ihnen bundesstaatliche Rechteverweigerte, den frischen fröhlichen Krieg seit Jahrengepredigt hat.
Der ewige Frieden, die civitas dei! Ein schönerTraum. Wir konnten ihn aber verwirklichen, mitbreiter, kolonialer und unbeschränkter wirtschaft-licher Entwicklung, denn alles, was durch Krieg zuerreichen war, war erreicht. Wir mußten lediglichauf die törichte Bündnis- und Orientpolitik untervoller Wahrung unserer Interessen verzichten undebenso auf uferlose Flottenprogramme und auf Be-drohungen Frankreichs. Dann hatten wir den ewigenFrieden mit allmählicher Abrüstung, Diese einfachenWahrheiten waren aber unseren „Staatsmännern“nicht beizubringen, die stets Irrwege gingen. Werdenwir den ewigen Frieden haben? Wenn man uns unsereGrenzen im wesentlichen läßt und uns keine un-erträglichen Bedingungen auferlegt. Druck erzeugtGegendruck, auch Explosionen.
Kriege waren und bleiben nur gerechtfertigt alsMittel zum Zweck, niemals als Selbstzweck. Einzweckloser Krieg aber ist ein Verbrechen sowohl ander Menschheit, wie an dem eigenen Volke. Viel-leicht gehen wir der Zeit entgegen, in der es nur mehreinen Hirt gibt und eine Herde? Wer aber wirdder Hirt sein? Zur Herde eignen sich recht, recht viele.
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