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Francesco Barbaro : Früh-Humanismus und Staatskunst in Venedig / Percy Gothein
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ANMERKUNGEN ZU KAPITEL V, 58-66

58 Dazu Sabbadini, C 150 und A 372.

Si puö con molta veromiglianza congetturare che il Barbaro allora podesta a Trevisoabbia invitatio Biondo per offrirgli un'occupazione presso di se.

59 Eod. 1. A 374, 25.

60 A 387 (18). Folglich muß er in Gesellschaft Barbaros an beiden Plätzen gewesensein. Cf. C 156.

61 Cf. C 215; Biondo war bei dem Stadtkommandanten Francesco Barbarigo in Padua Kanzler; dann 14251426 in derselben Stellung bei Pictro Loredano, dem Schwieger-vater Barbaros, in Brescia .

62 Quir. ep. B. pag. 305 (F. B. an Nie. Barbo), Venedig, 25. Mai 1453.

Cf. Molmenti: La storia di Venezia e la vitaprivata. (Deutsche Ubersetzung, pag. 65.)Das Bürgerrecht besaß man durch Geburt oder durch Verleihung. Altbürger (cittadinoordinario) nannte man in der Stadt einen in einer rechtmäßigen Ehe Geborenen,dessen Vater und Großvater gleichfalls Bürger der Stadt gewesen war und keinmechanisches Handwerk betrieben hatte.

Das verliehene Bürgerrecht (cittadino per grazia) war zweierlei Art: de intus und deintus et extra. Die Inhaber der ersten durften, einmal im Besitze dieses Titels, jedes Amtin der Stadt annehmen und bekleiden und jedes Gewerbe ausüben.Die Bürger de intus et extra besaßen das Schiffahrtsrecht unter dem Schutze der FahneSan Marco und waren berechtigt, an Orten und Häfen der venezianischen Handels-plätze mit venezianischen Privilegien Handel zu treiben.

Es war also für Biondo unerläßlich, das Bürgerrecht de intus zu erwerben, um einvenezianisches Staatsamt zu bekleiden.

63 Venedig, 22. Juni 1430. Quapropter magnae mihi curae est, ut reipublicae ettantae omnium expectationi satisfaciam et quia de tua fide prudentia virtute tantummihi spondeo quantum possum, te etiam atque etiam rogo ut in hoc magistratu mecumesse velis. Ed. August Wilmanns , Gotting, gel. Anz. 1879,1492, Nogara, Scritti ineditidi Biondo Flavio , pag. lv, 1 927 (Fortsetzung).

Quamquam enim cancellarii officium apud nostros homines per se satis honestum sittuum tarnen apud me et mecum longe honestius erit quam forte consuevit. Quantumvoluntas mea apud te valere soleat scio, et quantum valere debeat non ignoro.

64 Auch Kemeter, a. a. O., macht es durch Aufzeigen der Verbindung der HäuserBarbaro Condulmieri wahrscheinlich, daß sich Fr. Barb. bei Eugen iv. für den Über-gang Biondos aus venezianischen Diensten an die Kurie verwendet hat, da KardinalCapranica, für den sich Masius ausspricht, weil er in der letzten RegierungszeitMartins v. in den Marken als Legat tätig war, nicht in Betracht kommt, einmal weil erabgereist war und dann weil er mit dem neuen Papste nicht gut stand.

Biondo stand in Fori) zuerst in Diensten des Kardinals Capranica (cf. C 216) und späterin Rom als Sekretär bei Kardinal Francesco Condulmieri, dem Bruder Eugens.Cf. Giorgio Viviano Marchesi: Vitae virorum illustrium Foroliviensium, Forolivii1726, pag. 206: Dum ideo FlaviusVeneti regiminis felicitatem toto animi nisu procuraret,ab Eugenio iv. qui spectatissimi viri consilium fidem et doctrinam in minori fortunalongo usu cognoverat cancellarius a secretis dictus est. (Zitiert nach Kemeter a. a. O.)

65 Leon. Bruni Aretino ed. Mehus cp. vi, 10, Tom. 11, 1741, 6268. Filelfo ep. ix, 6,vgl. Voigt, Wiederbel. 11, pag. 447.

66 Gröber: Grundriß der romanischen Philologie, 1, pag. 9.

Walser: Poggius , pag. 260, charakterisiert das Sendschreiben Biondos (ed. Mignini inII Propugnatore N. S. (1890) P. I. pag. 135160). Wie Flavio Biondo mit bewunderns-würdigem Scharfsinn in seinem Namen und in demjenigen von Poggio usw. aus-einandersetzt, sprachen in der ältesten Zeit in Latium alle, Gebildete und Ungebildete,eine einheitliche Sprache: das Latein. Diese allgemeine Volkssprache wurde allmählichvon den höheren Ständen etwas feiner ausgebildet und reiner gesprochen durch