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zu Schiff zurück. Im Herbst war ich zweimal iu Knla-brieu bis ailf den Moute Aspro, deu höchsten Gipfel dessüdlichsten kalabrcsischen Waldgebirges, iu dem Garibaldi 1862sich ergeben mußte. Zwei Jahre spater, 1864, besuchte ichim Früjahre die Nordküste der Insel, von Palermo aus-gehend, zu Wagen, auf Maultieren reitend und im Booteauf dem Meere fahrend. Im Herbste war ich iu Taormina und iu Knlabricu aus dem Moute S. Elia, von dem ausmau die herrlichste Aussicht über den sizilischen Sund bis zumÄtna hin und nach Norden iu den großen Olivenwald vonKalabricu hat. Im Februar 1865 machte ich mit Herren,Damen und Kindern, im ganzen 16 Personen, eine sehrvergnügliche dreitägige Fahrt über Taormina zu einer großenÄtna -Eruption unterhalb Piedimontes und trat, nachdem ich am1. April des Jahres meine Abschiedspredigt gehalten hatte,eine große Schlußreise durch ganz Sizilien an. Von Catania aus umritt ich den Ätna , an dem ich in finstrer Nacht biszur großartigen Eruption unter dem Moute Frnmento hinauf-stieg, ruhte mich in Taormina aus, besuchte die LiparischcnInseln, fuhr dann nach Shracus, wo ich in der Latomiedes Marchese Landolina-Jnterlandi die fast an der Oberflächeliegenden Gebeine des Dichters A. von Platen eigenhändignach und nach von Wurzelwerk reinigte, in der neuen, vor-bereiteten Gruft in einem Steinsargc hermetisch verschloß unddamit den Grundstein zu dem von mir angeregten Denkmaledes hier verstorbenen Grafen legte. Ein Münchener Hanpt-komitec von Freunden des Dichters stellte bedeutende Mittelzur Verfügung. — Von da fuhr ich zu Schiff nach Scincca,besuchte Selinunt und Marsala, ging von hier über die In-sel Pantellaria nach Tunis hinüber, studierte die RuinenKarthagos und seiner Umgebung und bestieg, nach Sizilienzurückgekehrt, den Monte Sau Giuliano, den Erhx der altenWelt, mit seinen kolossalen Mauerrestcn und den Trümmerndes internationalen Venustempcls. Über Segcsta kam ichglücklich in Palermo an. Ich fand hier die Straßen der